BAT Berlin quält sich in dritte Pokalrunde

Mit einem überraschend knappen 4:3 beim Zweitligisten Saalebiber Halle erreicht BAT Berlin die dritte Pokalrunde. Nachdem man im Schlussabschnitt sogar bereits mit 1:3 zurücklag, verhinderte ein einmaliger Kraftakt mit drei Treffern am Stück die Pokalsensation. In der nächsten Runde könnten bereits die großen Namen lauern.

Berlin begann das Spiel zwar mit Übersicht und behielt bis zum Schlusspfiff den Ballbesitz überwiegend in den eigenen Reihen, enttäuschte aber über weite Strecken mit schwachem Defensivverhalten und fantasielosen Abschlussbemühungen, die zwar zweimal den Pfosten klingeln ließen, aber nichts zählbares erbrachten. Zurecht gingen die Hausherren somit in einem unnötigen Überzahlspiel in Führung und gewannen damit auch das erste Drittel.

Im mittleren Spielabschnitt zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Die defensiv disziplinierten Saalestädter ließen wenige Chancen zu und konterten den Favoriten geschickt aus. Neuzugang David Vent bewies im Berliner Tor mehrmals Geschick und verhinderte zunächst eine höhere Führung. Auf den Ausgleich durch Jan Kratochvil der sich vorm Hallenser Keeper durchsetzen vermochte, antwortete Halle mit einem kontrollierten und clever ausgespielten Kontertor, das dessen Führung auch in die nächste Drittelpause rettete.

Der Schlussabschnitt begann zunächst mit einem Paukenschlag, als Berlin nicht nur eine zweiminutige Strafe wegen Wechselfehlers, sondern in Folge dessen auch das 1:3 kassierte. Die Umstellungen vor Drittelbeginn brachten Berlin aber dennoch verspätet auf Betriebstemperatur. Vesa Mussalo, Henk Nass und Niels Hauser drehten mit drei schnellen Toren die Partie und schickten den mauen Favoriten in die dritte Pokalrunde.

BAT Berlin kommt somit noch mit einem dunkelblauen Auge davon und wird sich vor der Ligapartie gegen Meisterschaftsmitfavoriten MFBC Löwen Leipzig am kommenden Samstag (Max-Schmeling-Halle, Halle A, 18:30 Uhr) bemerkbar steigern müssen, um diesmal selbst überraschen zu dürfen.

Saalebiber Halle – BAT Berlin 3:5 (1:0,1:1,1:3)
> Spielstatistik

Foto: Stephan Rösner, renapic.com

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