BAT Berlin schafft Sensation beim Serienmeister

Mit einem überraschenden 7:4-Erfolg beim Tabellenersten UHC Weißenfels verbucht BAT Berlin einen historischen Erfolg. Zum ersten Mal nach seiner Rückkehr ins deutsche Oberhaus im Jahr 2004 schafft es der Hauptstadtverein dem Serienmeister ein Bein zu stellen.

Nach den richtungsweisenden Siegen gegen die Meisterschaftskandidaten aus Wernigerode und Leipzig wirkt der UHC bereits vorgewarnt und begann die Partie zögerlich defensiv. Einen Abpraller von Henk Nass verwertet Alexander Kluge zur frühen Führung der Berliner Gäste. Weißenfels nutzt noch im ersten Drittel einen Aufbaufehler zum Ausgleich durch Reuna.

Auch in dem zweiten Spielabschnitt startet Berlin mit den besseren Chancen. Kai Inkinen legt mit einem glücklichen Abpraller zum 1:2 vor. Weißenfels antwortet mit gewohnter Wucht und dreht den Zwischenstand mit zwei Kontertoren zu eigenen Gunsten. Doch auch Berlin geizt nicht mit Schlagfertigkeit und erringt sich seine Führung nur Minuten später zurück. Christian Keil überrascht den Weißenfelser Goalie mit einem Abschluss hinterrücks des gegnerischen Tores und Vesa Mussalo setzt mit einem gelupften Kontertor nach.

Im Schlussdrittel drängt der UHC nun seine Berliner Gäste tief in deren Abwehrzone zurück, verzweifelt aber an einem erneut furios aufgelegten Schlussmann Pauser. BAT kommt außerdem immer häufiger zu hochkarätigen Konterchancen. Zwei Pfostenschüssen folgt in der 50. Spielminute das 3:5 durch Henk Nass. Auf das zwischenzeitliche 4:5 antworten Kai Inkinen und Jan Kratochvil mit zwei sehenswerten und vor allem Spiel entscheidenden Toren zum 4:7-Endstand.

Sechs Schützen bei sieben Toren, jeder trifft, und Torhüter Johannes Pauser spielt sich mit großen Leistungen zurück ins WM-Rennen. Berlin zieht dabei nach Punkten gleich mit Spitzenreiter Weißenfels und untermauert sein Saisonziel Play-Offs. In zwei Wochen erwartet man auf heimischem Parkett der Ullrich-von-Hutten-Sporthalle den Liganeuling aus Chemnitz.

UHC Sparkasse Weißenfels – BAT Berlin 4:7 (1:1,2:3,1:3)
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Foto: Hannes Thun

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