BAT besiegt Bonn deutlich mit 7:1

Berlin beendet die reguläre Saison mit einem Erfolgserlebnis. BAT kontrolliert das Spiel, tut sich aber schwer Druck aufzubauen und schlägt Bonn nach zähem ersten Drittel vor über 100 Zuschauern mit 7:1. Nun folgt die Meisterrunde mit vier Spielen.

Das Auftaktdrittel begann unspektakulär. Trotz oder vielleicht auch wegen einer defensiv passiven Ausrichtung der Bonner Drachen taten sich die Spieler vor Torhüter Johannes Pauser sehr schwer. Zwar dominierte Berlin das Spiel über seinen Ballbesitz, Druck aufs Tor der Bonner kam aber jeweils nur kurzzeitig auf. Mit einer für die Spielanteile zu niedrigen, dem Spielverlauf aber angemessenen 1:0-Führung, die der Berliner Kai Inkinen nach einer ansprechenden Kombination in der 6. Spielminute erzielte, in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt erkämpften sich die BAT-Boys nach sieben Minuten trotz einer unnötigen Unterzahlsituation den Treffer zum 2:0 durch Niels Hauser. Anschließend schickte Trainer Brincil drei Reihen aufs Parkett, um ein hohes Tempo zu gewährleisten. Dieses Manöver zahlte sich gegen Ende des Drittels mit der Erhöhung der Führung auf 3:0 durch Helge Heitmann aus, der den ehemaligen Berliner im Bonner Kasten Felix Klein zu überwinden wusste.

Im Schlussdrittel steigerte Berlin seine Torquote weiter – auch weil die mit nur neun Feldspielern angereisten Bonner zunehmend mit dem Kräfteschwund zu kämpfen hatten. Trotzdem konnten die Gäste zwei Minuten vor Spielende nach einem individuellen Fehler im Berliner Aufbauspiel zum zwischenzeitlichen 6:1 verkürzen und den Traum vom Spiel ohne Gegentor für Berlins Schlussmann Pauser beenden. Der Bonner Ehrentreffer entpuppte sich beim Endstand von 7:1 jedoch als reine Ergebniskosmetik.

„Bonn hat nur auf Konter gespielt und stand im Prinzip die ganze Zeit hinten drin. Wir haben nur Schüsse von der Mittellinie zugelassen. Ich habe von ihnen mehr erwartet,“ analysiert Johannes Pauser die taktische Einstellung des Gegners. Flügel Alexander Kluge sieht noch weiteren Verbesserungbedarf im Aufbauspiel: „Am Anfang haben wir uns trotz des Tores sehr schwer getan – Bonn stand halt tief und wir waren im Aufbau noch zu ungeschickt. Später wurden wir dann besser und der Abstand hat uns mehr Ruhe gegeben. Im letzten Drittel haben wir das Spiel dann in Ruhe kontrolliert und den Bonnern gingen auch die Kräfte aus.“

Mit diesem Sieg im letzten Spiel der regulären Saison im Rücken können sich die Berliner nun der Masterround zuwenden, die bereits am nächsten Wochenende beginnen wird (Samstag, den 26.02.2011, ab 19 Uhr gegen Hamburg in der Max-Schmeling-Halle). Dort warten mit dem UHC Sparkasse Weißenfels, den Red Devils Wernigerode, den Löwen Leipzig und dem ETV Hamburg jedoch andere Kaliber, die jegliche Schwächeperioden eiskalt bestrafen und spannende Spiele garantieren werden.

BAT Berlin – SSF Bonn 7:1 (1:0, 2:0, 4:1)
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Fotos: Stephan Rösner, renapic.com