Berlin unterliegt Leipzig knapp mit 5:6

Berlin meldet sich mit einer überzeugenden Leistung beim MFBC Löwen Leipzig zurück. Die von Verletzungspech stark gebeutelte Rumpftruppe aus der Hauptstadt hielt bis zum Spielende mit, scheiterte aber auch dank diverser Nachlässigkeiten mit 5:6. In der MaXxPrint Bundesliga rutscht Berlin nun auf den dritten Platz ab, bleibt aber im Rennen um die besseren Playoff-Ränge.

Ohne Stammkräfte wie Mussalo, Erfurth, Inkinen oder Sahlström mussten sich die Berliner beim Tabellenvierten aus Leipzig behaupten. Nachdem Peter Dietel die Heimmannschaft per Direktabnahme aus dem Slot in Führung brachte, antwortete Christian Keil am Ende einer sehenswerten Kombination mit dem Ausgleichstreffer. Leipzigs Scharfschützen wurden durch Berlins stabile Defensive zunächst in Schach gehalten, BAT verzweifelte aber selbst regelmäßig am starken Sachweh im Kasten des MFBC.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Messestädter besser in Fahrt und nutzten ein nun etwas laxeres Abwehrverhalten der Berliner zum Doppelschlag. Nachdem Christian Fritschs ein vermeintlich reguläres Tor aberkannt wurde, konnte dieser zunächst einen Penalty verwandeln und nur Augenblicke später mit einem präzisen Schuss vom rechten Flügel zum 3:1 einnetzen.

Im Schlussdrittel brachte ein glückliches Eigentor der Leipziger Berlin zurück ins Spiel. Außerdem überraschte nur Sekunden später Berlins Kapitän Jan Kratochvil Sachweh mit einem direkt verwandelten Freistoßtreffer aus weiter Entfernung zum 3:3. Christian Faber und erneut Fritsche nutzten aber Nachlässigkeiten in Berlins Rückraum, um Leipzigs Zweitorevorsprung wiederherzustellen.

Die Partie entwickelte sich insbesondere im letzten Abschnitt zu einem attraktiven und temporeichen Schlagabtausch. Nachdem Kratochvil aus spitzem Winkel auf 4:5 zu verkürzen vermochte, war es erneut Fritsche, der diesmal etwas glücklich die Partie entschied. Dank Berlins Druck in den letzten Augenblicken des Spiels durfte Kratochvil via Überzahltreffer zwar ein weiteres Mal verkürzen, die zweite Niederlage in Folge lies sich aber nicht mehr abwenden.

Berlin rutscht somit auf den dritten Tabellenrang ab, behält jedoch einen fünf Punkte Vorsprung vor den Leipzigern. Während den Hauptstädtern aber nur noch ein Auswärtsspiel in Weißenfels übrig bleibt (Samstag, den 19.02.2011 ab 18 Uhr), kann der MFBC gegen Hamburg und Wernigerode noch zweimal auf Punktejagd gehen.

MFBC Löwen Leipzig – SG BAT Berlin 6:5 (1:1, 2:0, 3:4)
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