Berlin schlittert knapp an Sensation vorbei

Trotz 5:2-Führung unterliegt BAT beim Serienmeister aus Weißenfels mit 5:6. Damit verpassen die Hauptstädter einen überraschenden sowie erlösenden Sieg im Kampf um Platz drei der MaXxPrint Bundesliga und müssen für dieses Ziel nun auf entsprechende Schützenhilfe hoffen.

Die Berliner, die erneut auf Stammkräfte wie Inkinen, Nass, Mussalo oder Erfurth verzichten müssen, kontrollieren das Spiel im Anfangsdrittel aus einer sicheren Defensive heraus und gehen dank Marek Brincil schon nach zwei Minuten verdient in Führung. Weitere Chancen, die auf beiden Seiten größtenteils aus Kontern hervorkommen, bleiben zunächst ungenutzt.

Auch im zweiten Spielabschnitt agiert Berlin als die zunächst gefährlichere Mannschaft, fängt Weißenfels’ stockenden Spielaufbau rechtzeitig ab und baut seine Führung schrittweise aus. Erst überwindet Heitmann den gegnerischen Keeper aus der Drehung, Augenblicke später schafft sich Brincil im Slot genug Zeit und Raum und erhöht mit seinem zweiten Treffer auf 0:3.

Die erste schlagfertige Antwort gelingt dem UHC erst nach 37 gespielten Minuten als ein Distanzschuss unglücklich den Weg hinter Berlins ansonsten tadellosen Goalie Pauser findet. Gerade mal 16 Sekunden später netzt Christopher Bähr nach schnellem Konter den Lochball per Direktabnahme zum 1:4 ein. Weißenfels gelingt noch vor Drittelende vom rechten Flügel aus mit einem platzieren, flachen Schuss zum nahen Pfosten der 2:4-Anschluss.

Im letzten Spielabschnitt entwickelt sich zunächst weiterhin alles zu Gunsten Berlins. In der 49. Spielminute münzt Jan Kratochvil mit einem Distanzschuss eine Überzahlsituation sogar zum 2:5 um. Die plötzlich wesentlich strenger gestaltete Linie der Schiedsrichter, mit der beide Mannschaften zu hadern beginnen, führt in der 51. Spielminute zu einer für Berlin schwer nachvollziehbaren Strafe, die Weißenfels als Aufbruch zur Schlussoffensive zu nutzen weiß und unverzüglich zum 3:5 verkürzt.

Berlin muss nun außerdem die verletzungsbedingten Ausfälle von Heitmann und Kalytta verkraften und kommt zusehends stärker unter Weißenfels’ Räder. Schrittweise gleichen die Hausherren zum 5:5 aus und erzielten in der 58. Spielminute den schlussendlichen Siegtreffer.

Unabhängig von der abschließenden Platzierung bestreitet Berlin am 2. oder 3. April (endgültiger Termin folgt in Kürze) sein erstes Playoff-Heimspiel in der Seelenbinderhalle (Velodrom). Die Bundesligamannschaft zieht für die abschließenden Spiele in die über 1.000 Zuschauer fassende Arena, die direkt am S-Bahnhof Landsberger Allee sowie unweit des Volksparks Friedrichshain liegt. Im August finden dort auch die X3M Berlin Open statt.

UHC Weißenfels – BAT Berlin 6:5 (0:1, 2:3, 4:1)
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Foto: Stephan Rösner, renapic.com