Starkes Comeback reicht nicht für Finale

Mit einem scheinbar uneinholbaren Rückstand von 2:7 startet Berlin ins entscheidende Schlussdrittel gegen Wernigerode. Eine furiose Aufholjagd reicht aber nur noch zum 6:7. BAT scheitert somit auch 2011 kurz vor dem ersehnten Finale. Berlin erwartet kommende Woche die Partie um Bronze und somit die Entscheidung über einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Nach der 5:7-Niederlage zu Beginn der Best-of-3-Serie stehen die Berliner in Ilsenburg zunächst vor gut gefüllten Rängen mit dem Rücken zur Wand. Diese Drucksituation scheinen sie erst gut zu meistern als bereits nach 31 Sekunden Viktor Sahlström die Hauptstädter aus spitzem Winkel in Führung bringt.

Berlin bricht aber noch im ersten Spielabschnitt folgenschwer ein und kassiert vor allem nach zahlreichen Individualfehlern vier Treffer am Stück. Wernigerode präsentiert sich zu jener Phase als die entschlossenere und sicherere Mannschaft.

Das zweite Drittel beginnt im selben Ton und mit dem 5:1 für die Hausherren. Inkinens Anschlusstreffer (Vorlagengeber Kratochvil wandert für seinen ausgelassenen Jubel für 10 Minuten auf die Strafbank) beantworten die treffsicher aufgelegten Red Devils mit zwei weiteren Toren zum vorentscheidenden 7:2. Erneut brilliert dabei vor allem Wernigerodes finnischer Scharfschütze Kuittinen mit vier Treffern.

In jener vermeintlich aussichtslosen Situation beweist Berlin aber Charakter, baut Druck auf und holt schrittweise Tor um Tor auf. Hauser, Erfurt, Kratochvil und Mussalo verkürzen bis zur 52. Spielminute auf 7:6. Die Belagerung der Schlussminuten reicht aber nicht mehr zum Ausgleichstreffer aus.

Wernigerode feiert seinen historisch ersten Einzug ins deutsche Meisterschaftsfinale, Berlin erwartet mal wieder der Kampf um Bronze. Dieser steht bereits für den kommenden Samstag an (16.05., 19 Uhr, Weißenfels) und besteht zum ersten Mal aus einem einzigen Entscheidungsspiel statt der bisher üblichen Best-of-3-Serie. (jk)

Red Devils Wernigerode – BAT Berlin 7:6 (4:1, 3:1, 0:4)