Zu hohe Niederlage gegen Weißenfels

BAT verliert am 6. Spieltag der MaXxPrint FBL in der heimischen Max-Schmeling-Halle 6:12 gegen Rekordmeister Weißenfels. Gegen den Favoriten aus Sachsen-Anhalt waren die Hauptstädter über weite Strecken mindestens ebenbürtig, verspielten die Chance auf eine mögliche Überraschung jedoch einmal mehr während einer kurzen Schwächephase. Zudem verletzte sich Center Christian Keil schwer an der Schulter: „Ein herber Verlust“, so Spielertrainer Timo Krohne.

Anhand der letzten Ergebnisse von Weißenfels (13:6 gegen Dresden, 15:2 gegen Lilienthal, 10:2 gegen Hamburg) konnte man ablesen, dass Berlin gegen den entthronten Serienmeister, der dieses Frühjahr zum ersten Mal seit acht Jahren den Titel verpasst hatte, vor einer schweren Aufgabe stand. Doch die Hauptstädter, durch den 15:10-Sieg über Dresden am letzten Spieltag ebenfalls mit einem Erfolg im Rücken, zeigten sich von der ersten Minute an als ebenbürtiger Gegner. Mit der gewohnt hohen Manndeckung störte man die Sachsen-Anhaltiner bereits im Spielaufbau und erarbeitete sich eine Vielzahl von Chancen. Eine Konfusion im Slot nutzte Inkinen nach sechs Minuten zur ersten BAT-Führung. Ungenügende Abwehrarbeit vor dem eigenen Tor brachte Weißenfels in der Folge jedoch ins Spiel, vor allem wurden Situation in der gefährlichen Zone nicht konsequent genug geklärt. So stand es nach 20 Minuten 2:4, Erfurth hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (16.). Im zweiten Abschnitt blieb es lange torlos, ehe die Gäste durch einen Doppelschlag nach Spielmitte auf 2:6 erhöhten. Doch Berlin zeigte Moral, verkürzte bis zur Pause durch Nass, Inkinen und Kratochvil auf 5:8. Leider hatte BAT dem Gegner in zwei Situationen wieder zu viel Raum im Slot gelassen und musste so noch zwei weitere Gegentore verkraften. Ein weiterer Wermutstropfen war die schwere Verletzung von Christian Keil. Der Center stieß in der Angriffszone unglücklich mit einem Weißenfelser Verteidiger zusammen, zog sich dabei eine Schultereckgelenk-Sprengung zu und fällt voraussichtlich drei Monate aus. Keil muss sich in den nächsten Tagen zwei Operationen unterziehen. „Das ist ein herber Verlust fürs Team, wir wünschen Christian alles Gute“, sagt Spielertrainer Timo Krohne zur Verletzung Keils. In der verbliebenen Spielzeit wurde Keil von Helge Heitmann ersetzt, der Berlin zu Beginn des Schlussdrittels prompt auf 6:8 heranbrachte. Kurz darauf vergaben Kratochvil und Inkinen zwei Riesenchancen zum Anschluss. Es war die entscheidende Phase der Partie. Denn direkt nach den verpassten Möglichkeiten leistete sich Berlin eine seiner, für diese Saison leider symptomatischen Schwächephasen, die Weißenfels eiskalt ausnutzte und binnen fünf Minuten auf 6:12 davonzog – letztlich auch der Endstand. „Dieser Einbruch war unnötig und bitter. Die Niederlage war außerdem deutlich zu hoch“, ärgerte sich BAT-Kapitän Kratochvil nach Schlusspfiff über die vergebene Chance zu einer Überraschung. Damit rangiert BAT weiter auf Rang fünf. Nächste Woche empfangen die Hauptstädter, wieder in der Schmeling-Halle, den aktuellen Dritten Hamburg.

Besser lief es im Vorfeld für BAT Berlin II, die mit einem 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen Ingolstadt ihren zweiten Saisonerfolg in der zweiten Bundesliga feiern konnten.

BA Tempelhof Berlin – UHC Sparkasse Weißenfels 6:12 (2:4, 3:4, 1:4). Tore: 1:0 (5., Inkinen), 1:1 (7., Herlt), 1:2 (13., Händler), 2:2 (16., Erfurth), 2:3 (17., Siede), 2:4 (20., Schlevoigt), 2:5 (32., Händler), 2:6 (32., Brückner), 3:6 (33., Nass), 3:7 (34., Siede), 4:7 (36., Kratochvil), 4:8 (39., Herlt), 5:8 (40., Inkinen), 6:8 (42., Heitmann), 6:9 (43., Lundblad), 6:10 (46., Herlt), 6:11 (47., Hofmann), 6:12 (48., Brückner). Für BAT spielten: Tom Nebe (T), Felix Klein (T), Jan Kratochvil (1+2), Alex Kluge, Henk Nass (1+0), Timo Krohne, Niels Hauser, Marvin Buß, Christian Keil (0+2), Ray Kalytta, Tim Hahmann, Marco Erfurth (1+1), Kai Inkinen (2+1), Sebastian Piegert, Helge Heitmann (1+0), Johannes Pauser.

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