Klare Niederlage gegen Wernigerode

BAT Berlin verliert am 9. Spieltag daheim mit 5:10 gegen die Red Devils Wernigerode. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel leisteten sich die Hauptstädter gegen den Deutschen Meister im zweiten Abschnitt eine längere schwache Phase, welche die Harzer nutzten, um davonzuziehen. Die endgültige Entscheidung fiel zu Beginn des letzten Drittels. Trotz der Niederlage bleibt BAT auf Playoff-Platz vier. In der zweiten Bundesliga kassiert BAT die nächste Klatsche.

18 Minuten lang belauerten sich Berlin und Wernigerode in der Max-Schmeling-Halle, die vorhandenen Chancen wurden durch die Goalies Klein im BAT-Kasten und Blume im Tor von Wernigerode pariert – dann ging es aber Schlag auf Schlag. Zunächst brachte Heitmann BAT im Powerplay in Führung, der Ausgleich Wernigerodes fiel elf Sekunden später. Die Reaktion der Berliner folgte sogar noch schneller: Neun Sekunden darauf stand es 2:1 für BAT, wieder war Heitmann der Torschütze. Anderthalb Minuten später, direkt vor der ersten Pause nutzten die Gäste dann einen Konter zum Ausgleich. Berlin also gut ins Spiel gekommen, dem Deutschen Meister sogar leicht überlegen.

Umso unverständlicher blieb die Leistung des Teams im zweiten Drittel. Wernigerode drückte BAT in die Defensive, nach vorne fand Berlin kaum mehr statt. Logische Folge: Die Red Devils zogen von 2:2 auf 2:5 davon. Mit einem sehenswerten Volleytreffer verkürzte Kratochvil eine Minute vor Ende des zweiten Drittels auf 3:5. Dass BAT überhaupt noch in Schlagdistanz war, hatte das Team vor allem Goalie Felix Klein zu verdanken, der einige Hochkaräter der Gäste spektakulär entschärfte. „Die Schwächephase im zweiten Abschnitt war ärgerlich, dennoch wollten wir in den letzten 20 Minuten angreifen“, sagte Spielertrainer Timo Krohne.

Genau 70 Sekunden nach Wiederanpfiff war die Partie dann aber schon entschieden. Ein Treffer der Gäste gefolgt von einem kuriosen Eigentor von BAT-Verteidiger Sebastian Piegert erstickten die Berliner Aufholjagd im Keim. Erfurth sorgte in der 46. Minute mit seinem Tor zum 4:7 zwar noch einmal für einen Hoffnungsschimmer, ein weiterer Doppelschlag der Harzer in der 50. und 51. Minute (wieder binnen 70 Sekunden) besiegelte die Niederlage. Kratochvil besorgte noch den fünften Berliner Treffer, eine Minute vor Ende fiel der zehnte Wernigeroder Treffer – Endstand 5:10. Trotz der Niederlage bleibt BAT auf Playoff-Platz vier, da Verfolger Hamburg 3:13 in Leipzig unterging. Wernigerode ist weiterhin Zweiter.

In der zweiten Bundesliga bezahlte BAT II am 8. Spieltag wieder Lehrgeld. Nachdem der Aufsteiger letzte Woche in Halle 0:16 verloren hatte, musste er dieses Wochenende in Döbeln eine 0:13-Klatsche einstecken.

BA Tempelhof Berlin – Red Devils Wernigerode 5:10 (2:2, 1:3, 2:5). Tore: 1:0 (18., Heitmann), 1:1 (18., Skippari), 2:1 (18., Heitmann), 2:2 (20., Müller), 2:3 (27., Müller), 2:4 (32., Kuittinen), 2:5 (38., Löwenberg), 3:5 (39., Kratochvil), 3:6 (41., Skippari), 3:7 (44., Eigentor), 4:7 (46., Erfurth), 4:8 (50., Krüger), 4:9 (51., Mertens), 5:9 (56., Kratochvil), 5:10 (60., Müller). Für BAT spielten: Tom Nebe (T), Felix Klein (T), Jan Kratochvil (2+2), Alex Kluge, Henk Nass (0+1), Timo Krohne, Niels Hauser, Tim Hahmann, Marco Erfurth (1+0), Helge Heitmann (2+1), Teis Tonsgaard Anderson (0+1), Hannes Thun, Ray Kalytta, Sebastian Piegert, Marvin Buß.

Foto: BAT-Goalie Felix Klein (li.) überzeugte gegen Wernigerode; by Andreas Schulz.

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