Berlin geht gegen Leipzig baden

Kalte Dusche für BAT Berlin im ersten Spiel nach der Winterpause: Gegen den Drittplatzierten MFBC Löwen Leipzig verlieren die Hauptstädter klar und deutlich mit 3:13. MFBC-Stürmer Julle Sumén, Topscorer der Liga, schießt BAT dabei fast im Alleingang ab, markiert allein die ersten sechs Tore der Gäste. Da Hamburg mit einem Sieg gegen Meister Wernigerode überrascht, sind die Playoffs für Berlin in weite Ferne gerückt. BAT II schlägt sich gegen den SC DHfK Leipzig wacker.

Wie so oft in dieser Saison muss Berlin neben Christian Keil auch mit Marek Brincil und Kai Inkinen kurzfristig den Ausfall von gleich zwei wichtigen Stützen verkraften. Für sie rücken die Nachwuchskräfte Hannes Thun und Sascha Lantermann nach. Das erste Drittel in der Max-Schmeling-Halle gestaltet BAT ausgeglichen, hat mehr Abschlüsse. Doch zweimal vergisst die Berliner Abwehr Leipzigs Topscorer Julle Sumén. Solche Chancen lässt sich der Finne, mit großem Abstand produktivster Spieler der Floorball Bundesliga, nicht nehmen und bringt die Gäste mit zwei Toren in Front. Kurz vor Ende des Abschnitts verkürzt BAT-Kapitän Kratochvil nach einem Freischlag verdient auf 1:2.

Überzahl-Gegentreffer als Genickbruch

45 Sekunden nach Wiederanpfiff stellt Sumén den alten Abstand wieder her und legt anderthalb Minuten später nochmals nach. Direkt nach dem Bully kann Heitmann für BAT jedoch auf 2:4 verkürzen. Kurz darauf erhält Berlin in Überzahl die Chance auf den Anschluss. Ein unnötiger Ballverlust lässt Sumén aber auf und davon ziehen – mit einem platzierten Schuss in den kurzen Winkel erhöht der Finne auf 2:5. „Das war, im Nachhinein betrachtet, sicher der Genickbruch“, konstatiert BAT-Spielertrainer Timo Krohne. Sumén macht indes weiter, was er will und erhöht in der 28. Minute mit seinem sechsten Treffer auf 2:6. In den nächsten vier Minuten erzielt Leipzig drei weitere Treffer. Kurz vor der Pause betreibt Kratochvil für Berlin Schadensbegrenzung, als er per Penalty Berlins drittes Tor markiert.

Sumén schießt Berlin ab

Im Schlussabschnitt dominieren anfangs erneut nur die Gäste. Beim 3:11 und 3:12 in Minute 43 und 46 ist dabei wieder Sumén zur Stelle – er schoss Berlin mit acht Treffern an diesem Tag fast im Alleingang ab. In der 51. Minute erzielt dessen Teamkollege Dietel den letzten Treffer der Partie. Fast schmerzhafter als die 3:13-Klatsche wiegt indes der gleichzeitige Sieg von Hamburg. Die viertplatzierten Hanseaten überraschten mit einem 9:4-Erfolg gegen Meister Wernigerode und haben nun vier Punkte Vorsprung auf Berlin. Damit können die Hauptstädter die Playoffs nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

In der zweiten Bundesliga zeigt BAT II gegen Bundesliga-Absteiger SC DHfK Leipzig eine starke Leistung und hält die Partie überraschend eng. Am Ende steht ein respektables 2:5 für die zweite Mannschaft der Berliner, die als Aufsteiger aktuell auf dem letzten Rang der Liga rangieren.

MaXxPrint Floorball Bundesliga, 12. Spieltag: BAT Berlin vs. MFBC Löwen Leipzig 3:13 (1:2, 2:7, 0:4). Tore: 0:1 (5., Sumén), 0:2 (15., Sumén), 1:2 (20., Kratochvil), 1:3 (21., Sumén), 1:4 (23., Sumén), 2:4 (23., Heitmann), 2:5 (24., Sumén.), 2:6 (28., Sumén), 2:7 (29., Pause), 2:8 (31., Dietel), 2:9 (32., Schönnagel), 3:9 (39., Kratochvil), 3:10 (41., Bergström), 3:11 (43., Sumén), 3:12 (46., Sumén), 3:13 (51., Dietel), 14:3 (54., Hofmann). Für Berlin spielten: Henk Nass, Marvin Buß, Alexander Kluge, Jan Kratochvil (2+0), Niels Hauser, Timo Krohne, Tom Nebe (T), Sebastian Piegert, Helge Heitmann (1+0), Marco Erfurth (0+1), Hannes Thun, Sascha Lantermann, Johannes Pauser.

Foto: BAT-Goalie Tom Nebe musste 13-mal hinter sich greifen; by Andreas Schulz

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