Powerplay-Situationen brechen BAT Genick

Ernüchterndes Wochenende für die Bundesliga-Herren von BAT: Am Doppelspieltag setzte es zwei Niederlagen innerhalb von 24 Stunden. Zunächst unterlag man dem ETV Hamburg daheim 4:7, verlor einen Tag darauf in Lilienthal 4:5. Knackpunkt waren das mangelhafte Über- und Unterzahlspiel. Damit ist Berlin nach drei Spieltagen als einziges Team noch ohne Punkte. Auch die Damen mussten eine Niederlage einstecken.

 

 

Über 60 Minuten gesehen war BAT am Samstag Abend in der heimischen Schmeling-Halle gegen Hamburg in einer engen Partie das leicht bessere Team. Die Zonendeckung funktionierte erstmals reibungslos, sodass die Hanseaten im Fünf gegen Fünf große Probleme hatten, Lücken in der Berliner Defensive zu finden. Der Knackpunkt war jedoch das schlechte Unterzahlspiel der Hausherren: So nutzte Hamburg alle vier Powerplay-Möglichkeiten (32., 34. – aufgehobene Strafe -, 48. und 54. Minute) während Berlin seine beiden Überzahlsituationen (15. und 53. Minute) ungenutzt liegen ließ. „Diese Bilanz ist indiskutabel“, kritisiert BAT-Kapitän Jan Kratochvil.

Statistik BAT Berlin – ETV Hamburg 4:7 (0:1, 3:2, 1:4); 0:1 (17., Neumann), 1:1 (30., Inkinen), 2:1 (30., Brincil), 2:2 (32., Neumann/ Ausschluss Heitmann), 2:3 (34., Herrmann/ aufgehobene Strafe gegen Kratochvil), 3:3 (36., Brincil), 3:4 (46., Herrmann), 3:5 (48., Neumann/ Ausschluss Engström), 4:5 (50., Hallbäck), 4:6 (54., Kappel/ Ausschluss Urban), 4:7 (58., Zeller).

Am Tag darauf reiste BAT dann nach Lilienthal, die am Abend zuvor überraschend 6:5 nach Verlängerung in Leipzig gewonnen hatten. Anders als gegen die Hanseaten am Abend zuvor ließ man wieder mehr Lücken in der Defensive und fabrizierte in den Zweikämpfen viele unnötige Fehler. Dennoch entwickelte sich eine enge Partie, mit leichten Vorteilen für Lilienthal. Die Entscheidung fiel schließlich zwei Minuten vor Ende, als sich Berlin eine doppelte Zeitstrafe einhandelte. Die folgende 5 gegen 3 Überzahl nutzten die Gastgeber zum 5:4-Siegtreffer. Durch die beiden Niederlagen ist Berlin nach drei Spieltagen als einziges Team der MaXxPrint Floorball-Bundesliga noch ohne Punkte und somit Letzter. Nächste Woche Samstag, 18.30 Uhr in der Schmeling-Halle, empfängt BAT den Vorletzten aus Chemnitz zum Kellerduell.

Statistik TV Lilienthal – BAT Berlin 5:4 (2:1, 1:0, 2:3); 1:0 (2., Heike), 2:0 (11., Bothe), 2:1 (18., Hallbäck), 3:1 (28., Bothe), 3:2 (41., Krohne/ Ausschluss von der Heyde), 3:3 (45., Inkinen), 4:3 (46., Bothe), 4:4 (48., Eigentor), 5:4 (58., Appenrodt/ Ausschluss Erfurth und Inkinen).

Auch die Damen der SG Berlin, der Spielvereinigung aus Berliner Turnerschaft und BAT, mussten zum Saisonauftakt der ersten Bundesliga Ost eine Niederlage einstecken. Gegen Vizemeister Grimma hielten die Hauptstädterinnen lange gut mit und konnten bis zur Spielhälfte ein Unentschieden halten. Danach drehte Grimma aber auf und zog letztlich bis auf 1:7 davon.

Statistik SG Berlin – MFBC Wikinger Grimma 1:7 (0:1, 1:2, 0:4); 0:1 (8., Kemppainen), 1:1 (24., Nicht), 1:2 (35., Kolbe), 1:3 (38., Mietz), 1:4 (41., Lübker), 1:5 (52., Reinhardt), 1:6 (53., Dietel), 1:7 (54., Glaß).

Foto: BAT-Stürmer Helge Heitmann behauptet sich vorm Lilienthaler Gehäuse (by Andreas Schulz).

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