Unerwartete Niederlage im ersten Auswärtsspiel

Drei Punkte waren das Ziel der Bundesliga-Damen von der SG Berlin bei ihrem ersten Auswärtsspiel in Chemnitz. Der ohnehin kleine Auswärtskader musste zwar kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren, mit einer 2:8-Klatsche hatte aber niemand gerechnet. Dabei fällt das Resultat deutlicher aus, als es dem Spielverlauf zufolge hätte sein müssen.

von Antonia Oelke

Das Ziel der SG Berlin vor dem ersten Auswärtsspiel in der Bundesliga-Spielzeit 2012/13 war klar gesetzt: Die Damen wollten den ersten Saisonsieg einfahren. Die Vorzeichen standen allerdings nicht günstig: Krankheitsbedingt dezimiert musste der Kader kurzfristig umgestellt werden und Spielerinennen auf neue Positionen rücken. Die Motivation bremste das aber nicht und so fuhren zehn Feldspielerinnen guten Mutes nach Chemnitz.

Ebenso motiviert wie zahlreich besetzt gingen die Gastgeberinnen der SG Chemnitz/Heidenau ins Spiel, so dass die Partie von Anfang an mit hohem Tempo geführt wurde. Einen Schritt schneller und effektiver im Abschluss ging das erste Drittel mit 3:0 klar an die Heimmannschaft, die besonders durch schnelle Konter gefährlich war.

Anders als im ersten Spiel gegen Grimma gingen die Berlinerinnen aber wach und kraftvoll ins zweite Drittel, das 1:1 ausging und die stärkste Phase der Mannschaft war. Selbstbewusst ging es dann in den letzten Abschnitt, in dem sich der offensive Spielstil bei nur zwei Linien bemerkbar machte. So klingelte es gleich zwei Mal im Berliner Kasten. Durch Maria Pregartbauer mit ihrem Treffer in der 44. Spielminute wieder ins Rennen gebracht, kämpften die Berlinerinnen bis zur letzten Spielminute, sodass den Zuschauern bis zum Ende attraktiver Floorball mit vielen Torchancen geboten wurde. Leider traf dabei nur noch SG Chemnitz/Heidenau, die letztlich verdient 8:2 gewann.

“Wir haben eine gute Teamleistung und viel Kampfgeist gezeigt. Es waren mehrere Kleinigkeiten, woran es im Endeffekt gescheitert ist. Unsere Gegnerinnen waren zweikampfstark und sehr laufbereit, wir waren oft einen Schritt zu langsam und haben einfach unsere Torchancen nicht konsequent genug genutzt. Wir hätten das gesamte Spiel wie im zweiten Drittel spielen sollen”, resümiert Kapitänin Antonia Oelke und warnt mit einem Zwinkern, dass die Saison ja erst begonnen habe und man Berlin auf jeden Fall noch auf der Rechnung haben müsse.

Weiter geht es bereits am 14.10. mit dem Rückspiel gegen die Damen vom MFBC Grimma in der Muldentalhalle. Hier freut sich die SG Berlin mit Lisa Bartsch, dem nächsten Top-Transfer, seine Reihen weiter verstärken zu können.

Ergebnis:

SG Chemnitz/Heidenau – SG Berlin: 8:2 (3:0;1:1;4:1;-:-)

Für die SG Berlin spielten: Stefanie Oestreich (T), Maria Pregartbauer (1+0), Kristina Guth, Marlen Richter, Marie Schneider, Cornelia Wehner, Sabrina Rode, Cornelia Lange, Jana Conrad, Antonia Oelke (1+0), Andrea Nicht (0+1).

Foto: Behaupten den Ball für sich. Die Floor Fighters Chemnitz (blau) im Duell mit Berlin beim Freundschaftsturnier im Januar 2012. (by Daniel Knöpke).

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