Sieg und Niederlage für Berliner Damen

Während die Damen der SG Berlin sich vor einer Woche noch über den verdienten ersten Saisonsieg freuen durften, kassierten sie diesen Samstag eine bittere 2:9-Niederlage. Nun gilt es in den verbleibenden drei Spieltagen der Bundesliga Ost an Kontinuität zu gewinnen, um die Ligaphase auf dem dritten Tabellenplatz abzuschließen.

von Antonia Oelke

Im Hinspiel gegen die SG Chemnitz/Heidenau hatte sich die SG Berlin nach eigenem Empfinden noch unter Wert verkauft. Nachdem die Damen in Weißenfels unterschätzt wurden und mit einem gutem Spiel weiteres Selbstbewusstsein geschöpft hatten, konnte in dem Rückspiel gegen die SG Chemnitz Heidenau letzten Samstag der erste Saisonsieg gefeiert werden. Im Rückspiel gegen den UHC Sparkasse Weißenfels hingegen musste die SG Berlin dieses Wochenende eine klare Niederlage einstecken.

Erster Saisonsieg gegen die SG Chemnitz/Heidenau

Von der Unaufmerksamkeit zu Beginn des Spiels und dem folglichen Gegentor erholten sich die Damen schnell und überraschten sich selbst mit einem sehr sicher gespielten ersten Drittel. Mit einer Vorlage von Lisa Bartsch auf Deborah Geese fiel das erste Tor für die SG Berlin. Elina Johansson und Cornelia Lange erhöhten auf den 3:1-Pausenstand. Wenig Torchancen auf beiden Seiten gab es im zweiten Drittel, doch einmal konnte Geese sich durchsetzen und baute die Führung weiter aus.

Nach einem Schutzraumvergehen scheiterte Marie Schneider Anfang des Schlussabschnitts per Penalty an der gut haltenden Jean Fischer, die resultierende Überzahl konnte ebenfalls nicht genutzt werden. Doch kurz darauf lieferte Bartsch ihre dritte Vorlage, Geese netzte indes zum dritten Mal ein – 5:1. Wieder kassierte die SG noch zwei Gegentore in den letzten zwei Spielminuten, doch anders als in Weißenfels (als man eine 3:2-Führung so noch aus der Hand gab) änderte diese nichts mehr am ersten Saisonsieg der Hauptstädterinnen.

So freute sich Trainer Daniel Flister nach dem Spiel: “Wir sind alle sehr glücklich, dass wir den ersten Saisonsieg geholt haben. Das schnelle 0:1 konnte uns nicht aus der Ruhe bringen und wir konnten sehr gut an die Leistungen aus den Spielen gegen Grimma und Weißenfels anknüpfen. Wir müssen noch lernen mit einer Führung kurz vor Ende umzugehen, aber diesmal hat es ja zum Glück gereicht.”

Deutliche Niederlage gegen den UHC Sparkasse Weißenfels

Dieses Wochenende empfing Berlin dann den Meister in der Schmeling-Halle: Weißenfels startete mit deutlich mehr Druck in das Spiel als noch vor drei Wochen und erzielte in der fünften Spielminute das erste Tor. Diesmal war es Lisa Bartsch, die auf Vorlage von Marie Schneider ausgleichen konnte. Weißenfels erhöhte auf 1:2, doch Deborah Geese markierte das 2:2. Allerdinga merkte man schon in dem Drittel die Unkonzentriertheit der Berlinerinnen und so fiel nach einem ungünstigen Wechsel das 2:3 für den UHC.

Die SG Berlin spielte zwar in den folgenden beiden Abschnitten weiter nach vorne und hatte zahlreiche Torchancen, aber während es den Berlinerinnen an Absprache und Konzentration fehlte, spielten die Gäste sehr routiniert und diszipliniert. Der Endstand von 2:9 für den UHC fiel somit sehr deutlich aus. “Weißenfels hat sehr gut gespielt, ohne Frage. Es war klar, dass sie nach dem Spiel vor drei Wochen anders in die Partie starten werden. Teilweise haben wir es ihnen aber auch sehr einfach gemacht. Wir waren wohl im Kopf noch beim Spiel der letzten Woche und haben zu viel gewollt”, versucht Antonia Oelke zu erklären.

Aber man will daraus lernen und an Routine und somit kontinuierlicher Leistung gewinnen: “Wir haben gesehen, woran wir in den kommenden Trainings arbeiten müssen. Heute haben wir nicht unsere beste Lestung gezeigt, aber wir können nur durch Spielerfahrung lernen, uns optimal auf die Spiele einzustellen.” Am 2. Dezember trifft die SG Berlin zum dritten Mal auf die Damen aus Grimma. Anpfiff in der Max-Schmeling- Halle ist bereits um 10:30 Uhr, der Eintritt wie immer frei.

Statistik

SG Berlin – SG Chemnitz Heidenau 5:3 (3:1;1:0;1:2;-:-)

SG Berlin – UHC Sparkasse Weißenfels 2:9 (2:3;0:3;0:3;-:-)

Für die SG Berlin spielten gegen die SG Chemnitz/Heidenau: [T] Jana Conrad, Lisa Bartsch (0+3), Kristina Guth, Deborah Geese (3+0), Maxi Thinius, Elina Johansson (1+0), Marie Schneider, Yuen-Chee Tang, Katrin Franke, Andrea Nicht, Sabrina Rode, [C] Cornelia Lange (1+0), Lisa Franze.

Für die SG Berlin spielten gegen den UHC Sparkasse Weißenfels: [T] Jana Conrad, Maria Pregartbauer, Lisa Bartsch (1+0), Kristina Guth, Deborah Geese (1+0), Maxi Thinius, Elina Johansson, Marie Schneider (0+1), Yuen-Chee Tang, Cornelia Wehner, Andrea Nicht, Sabrina Rode, Cornelia Lange, [C] Antonia Oelke, Lisa Franze. 

Foto: Jubel gegen die SG Chemnitz/Heidenau; by Andreas Schulz.

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