Desaster in Weißenfels

2013-01-19_SGB_desaster_in_WSFDie Verhältnisse waren klar: Weißenfels wollte seine Position als Tabellenerster torkräftig untermauern, die SG Berlin reiste hingegen mit acht Feldspielerinnen und einer kurzfristig eingesprungenen Torfrau als Letzter an – dass es die katastrophalste Niederlage der Teamgeschichte werden würde, hatte aber niemand gedacht. 2:21 heißt das Resultat, das man in Zukunft in Berlin lieber nicht mehr erwähnt, will man doch für eine erneute Meldung in der Bundesliga in der kommenden Saison motiviert sein.

von Antonia Oelke

Etwas knapp besetzt aber eigentlich gut aufgestellt reiste die SG Berlin letzten Samstag zum achten Spieltag der Saison nach Weißenfels. Es war das dritte Duell beider Teams in der laufenden Spielzeit. Überraschend knapp war die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen (3:4), ziemlich deutlich hingegen das zweite Spiel (2:9) – die Verhältnisse waren wieder gerade gerückt, und auch im dritten Spiel stand die Chance, dass Weißenfels als Sieger der Partie hervorgeht, relativ hoch.

Fünf Gegentore in den ersten 14 Minuten ließen nichts Gutes ahnen, doch dann schien die Konzentration und Zuordnung zu steigen und die SG Berlin schoß durch Lisa Franze sogar zwei Tore. Motiviert ging es somit ins nächste Drittel. Was dann folgte, konnte das Team im Anschluss selbst nicht genau erklären. Zwar spielte die SG ganz gut nach vorne, kreierte sich aber kaum Torchancen. Waren die Gegnerinnen im Ballbesitz, war das Team wohl zu offensiv eingestellt und Unstimmigkeiten in der Absprache wurden von den Weißenfelserinnen konsequent genutzt. Die Berlinerinnen versuchten sich nicht in ein defensives Spiel drängen zu lassen, kassierten dadurch aber noch 16 Tore im zweiten und dritten Abschnitt.

Es war deutlich zu merken, dass die Weißenfelserinnen, die in 2013 bereits eine Partie bestritten hatten, bereits wieder eingespielt waren und dass die SG Berlin seit Jahresbeginn ohne Bande und Tore trainiert. Das ist keine Entschuldigung, bedingt den Spielstand aber mit. Das nächste und letzte Bundesliga Spiel der Saison entscheidet über den Platz in der Tabelle. Es geht in einem Heimspiel gegen die punktgleiche SG Chemnitz/Heidenau. Dabei wird die neue Heimspielhalle eingeweiht. Anpfiff ist am 23. Februar um 17 Uhr in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli, der Eintritt ist frei.

Für die SG Berlin spielten: Jana Conrad (T), Maria Pregartbauer, Kristina Guth, Deborah Geese (0+1), Marie Schneider, Sabrina Rode, Cornelia Lange, Antonia Oelke, Lisa Franze (2+0).

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