Punktgewinn gegen Vizemeister Wernigerode

pic_bat-floorball_29.01_webUnter den Augen von Dr. Heiner Brandi, Direktor des Landesportbundes Berlin, holten die Bundesliga-Herren am Samstag Abend in der Max-Schmeling-Halle einen Punkt gegen Vizemeister Wernigerode. Erst in der Verlängerung mussten sich die Hauptstädter den Red Devils geschlagen geben. Am Sonntag darauf setzte es jedoch eine unnötige Niederlage in Chemnitz.

Nach der Aufnahme des Floorball-Verbandes Berlin-Brandenburg in den Berliner LSB im Dezember letztes Jahres nutzte dessen Direktor Dr. Heiner Brandi das Spitzenspiel der fünftplatzierten Tempelhofer gegen den Dritten Wernigerode, um die Sportart Floorball live zu erleben. Mit Erfried Neumann, dem Präsidenten des Berliner Hockey-Verbandes, hatte Brandi dabei einen weiteren prominenten Sportfunktionär an seiner Seite. Beide sahen eine mitreißende Partie, in der Berlin immer wieder beeindruckende Moral zeigte.

Nach frühem 0:2-Rückstand bissen sich die Hauptstädter in die Partie und gaben auf die stetigen Führungstreffer des favorisierten Vizemeisters, dessen Kader mit deutschen Nationalspielern und vier starken finnischen Legionären gespickt ist, immer die passende Antwort. Mitte des Schlussdrittels gingen die Gastgeber sogar einmalig in Führung, sahen sich durch einen Doppelschlag der Red Devils aber schnell wieder im Hintertreffen. Doch die Einstellung stimmte an diesem Tag, sodass Kapitän Kratochvil mit einem Freischlag in Unterzahl vier Minuten vor Ende das 8:8 erzielte. Dabei blieb es bis zur 60. Minute – einen Punkt hatte Berlin damit sicher. In der Verlängerung bewiesen aber die Gäste den längeren Atem und holten sich durch ihr „Sudden Death“ Tor in der 65. Minute den noch zu vergebenen Extrazähler.

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Durch den gewonnenen Punkt stabilisierte Berlin den fünften Tabellenrang, verpasste es aber tags darauf beim Vorletzten Chemnitz für eine kleine Vorentscheidung in Sachen Playoff-Qualifikation zu sorgen. Mental zeigten sich die Hauptstädter bei weitem nicht so wach wie knapp 24 Stunden zuvor gegen Wernigerode. Zweimal gerieten sie mit drei Toren in Rückstand – während im zweiten Drittel zunächst noch das Comeback von 2:5 auf 5:5 gelang, war der 5:8-Rückstand sieben Minuten vor Spielende zu viel an Hypothek. Niskanen und Witte sorgten zwar noch für den Anschluss, Kratochvil scheiterte jedoch in der Schlusssekunde mit seinem Versuch am Chemnitzer Goalie.

Damit braucht Berlin in den abschließenden fünf Saisonspielen mindestens zwei Siege, um sicher die Playoffs zu erreichen. Vor allem den noch folgenden Heimpartien gegen die Verfolger Lilienthal (6.) und Bremen (7.) sind dabei von entscheidender Bedeutung. Seine nächste Partie bestreitet BAT in zwei Wochen beim Tabellenvierten in Leipzig.

Statistik

13. Spieltag, 26.01., BAT Berlin – Red Devils Wernigerode 8:9 s.D. (4:5, 1:1, 3:2, 0:1): 0:1 (3., Taira), 0:2 (4., Liikanen), 1:2 (5., Heitmann), 2:2 (7., Keil), 2:3 (14., R. Müller), 3:3 (15., Heitmann), 3:4 (18., Karonen), 4:4 (18., Pauser), 4:5 (19., Liikanen), 4:6 (32., Taira), 5:6 (34., Heitmann), 6:6 (43., Hallbäck), 7:6 (49., Engström), 7:7 (50., Löwenberg), 7:8 (51., P. Müller), 8:8 (56., Kratochvil/ Ausschluss Hahmann!), 8:9 (65., Liikanen).

14. Spieltag, 27.01., Floor Fighters Chemnitz – BAT Berlin 8:7 (2:2, 3:3, 3:2): 0:1 (6., Keil), 1:1 (12., Äikäs), 1:2 (13., Niskanen), 2:2 (19., Eigentor), 3:2 (24., Hamann), 4:2 (26., Herold), 5:2 (30., Äikäs), 5:3 (32., Heitmann), 5:4 (38., Witte), 5:5 (39., Engström), 6:5 (43., Hamann/ Ausschluss Engström), 7:5 (48., Rosenthal), 8:5 (54., Thiele), 8:6 (54., Niskanen), 8:7 (59., Erfurth/ Berlin mit sechs Feldspielern).

Fotos: oben – Niels Hauser, Marco Erfurth und Helge Heitmann (alle BAT, v.l.) versuchen Wernigerodes Robert Müller zu stoppen; unten – BAT-Kapitän Jan Kratochvil, LSB-Direktor Dr. Heiner Brandi mit BAT-Fanschal, FVBB-Präsident Adrian Mühle, Erfried Neumann, Präsident des Berliner Hockey-Verbandes, sowie Mathias Liebing, Pressechef von Floorball Deutschland, beim Gruppenfoto.

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