Klare Heimschlappe gegen Lilienthal

20131003_tvl_berlin_papeZum Abschluss der Hauptrunde kassieren die Bundesliga-Herren daheim gegen Tabellennachbar Lilienthal eine herbe 4:10-Niederlage. Während offensiv zu viele Chancen leichtfertig vergeben wurden, agierte das Team in der Abwehr zu ungeordnet und langsam in den Zweikämpfen. Angesichts zahlreicher Umstellungen vor und während der Partie sollte das Ergebnis aber nicht überbewertet werden.

Das abschließende Spiel der Hauptrunde war sowohl für Berlin als auch Lilienthal nicht viel mehr als ein letzter Testlauf vor den kommende Woche beginnenden Playoffs. Für diese hatten sich beide Teams bereits vorher sicher qualifiziert. Letztlich wussten die Gäste die Situation besser zu nutzen und stimmten sich mit einer starken Leistung auf ihr anstehendes Viertelfinal-Duell gegen Leipzig ein. Bei Berlin erreichte hingegen kaum ein Akteur Normalform. Um im Viertelfinale gegen den Dritten aus Hamburg zu bestehen, muss das Team sich anders präsentieren. Gestern fehlte es vor allem an der letzten Spritzigkeit sowie der Abstimmung in Angriff und Abwehr. Zudem wurden zu viele Großchancen vergeben.

Gegentor im eigenen Powerplay

Entsprechend klar verlief die Partie: Nach vier Minuten trafen die Gäste zur Führung und doppelten zur Mitte des ersten Drittels nach. 22 Sekunden nach Anpfiff des zweiten Abschnitts fingen sich die Hauptstädter das 0:3 durch einen Konter. In eigener Überzahl setzte es durch eine Bogenlampe von der Mittellinie das vierte Gegentor. Kurz darauf nutzte Niskanen das Powerplay mit einem satten Direktschuss von der rechten Seite zum ersten Berliner Treffer. Sicherheit brachte dieser jedoch nicht, im Gegenteil: Zu Spielmitte legten die Gäste zwei Treffer zum 1:6 nach. Kurz vor der Sirene fand Brincil Linienkollege Keil im Slot – der zweite BAT-Treffer.

Im letzten Drittel dauerte es neun Minuten, ehe Lilienthal den Vorsprung auf fünf Tore ausbaute und die Partie endgültig entschied. Pauser verkürzte danach per Penalty, nur 40 Sekunden später konterten die Gäste aber mit dem achten Treffer. Drei Minuten vor Ende fiel das 3:9. In der Schlussminute wurde es sogar noch zweistellig: Zunächst schoss Niskanen das 4:9, wieder konterte Lilienthal und stellte zehn Sekunden vor Abpfiff auf 4:10. Eine Klatsche, die es nun direkt abzuhaken gilt, denn nächste Woche startet die Saison in die heiße Phase. Gegen den ETV Hamburg spielt BAT dann um den Einzug ins Halbfinale.

Statistik

MaXxPrint Floorball-Bundesliga, 18. Spieltag, BA Tempelhof Berlin – TV Lilienthal 4:10 (0:2, 2:4, 2:4): 0:1 (4., Krieger), 0:2 (11., Seitz), 0:3 (21., Seitz), 0:4 (24., Bothe/ Ausschluss Heike!), 1:4 (24., Niskanen/ Ausschluss Heike), 1:5 (31., Appenrodt/ Ausschluss Inkinen), 1:6 (34., Appenrodt), 2:6 (40., Keil), 2:7 (49., Heike), 3:7 (51., Pauser/ Ausschluss Kratochvil!), 3:8 (52., Heike/ Ausschluss Kratochvil), 3:9 (58., Krieger), 4:9 (60., Niskanen), 4:10 (60., Appenrodt).

Foto: Günther Pape, floorball-lilienthal.de

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