BAT steht im Halbfinale!

pic_bat-floorball_25.03Nach einer packenden Serie über drei Spiele steht BAT im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Am Wochenende rangen die Bundesliga-Herren den ETV Hamburg in zwei umkämpften Partien nieder und setzten sich damit in der Best-of-three Viertelfinalserie mit 2:1-Siegen durch. “Das war sensationell”, freut sich Spielertrainer Timo Krohne. Nun wartet Titelverteidiger Weißenfels.

Als Sechster der Hauptrunde der Floorball-Bundesliga war BAT als Außenseiter in die Serie gegen den Dritten Hamburg gestartet. Doch vor gut einer Woche schon konnten die Berliner den Favoriten in dessen Halle überraschen. Mit 5:3 holte sich BAT den ersten Sieg und hatte damit dieses Wochenende zwei Chancen, um den nötigen zweiten Erfolg zum Gewinn der Serie einzufahren.

Leider gelang es am Samstag Abend vor gut 120 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle (Nebenhalle B) nicht, den Hanseaten das eigene Spiel aufzuzwingen. Vielmehr zeigten die Gäste eine hochkonzentrierte Leistung und setzten BAT früh unter der Druck. Die Folge war ein klares Chancenplus der Hamburger in den ersten beiden Dritteln und eine 3:1-Führung nach 40 Minuten. Im letzten Drittel präsentierten sich die Berliner endlich agil und entscheidungsschnell und kamen nach dem zwischenzeitlichen 1:4 Hamburgs dank eines Doppelschlags von Hallbäck und Pauser binnen 26 Sekunden auf 3:4 heran. Da waren noch zehn Minuten auf der Uhr und die Hanseaten wurden sichtlich nervös. BAT konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen – der Ausgleich wollte nicht fallen. So machten die Gäste 22 Sekunden vor Ende mit einem Konter das 3:5 und glichen die Serie aus.

“Beste Saisonleistung im wichtigsten Moment”

Folglich mussten die Hauptstädter gut 24 Stunden nach dieser ernüchternden Pleite in Hamburg zum Entscheidungsspiel antreten. Doch von Resignation war in den Reihen der Berliner nichts zu spüren, im Gegenteil. Die Spieler von BAT strahlten eine konzentrierte Gelassenheit aus, die ahnen ließ, dass die Serie trotz des Rückschlags noch zu gewinnen sei. In den ersten Minuten gehörte dann zwar den Gastgebern das Spiel, diese ließen aber einige Chancen ungenutzt und trafen einmal nur die Latte. Danach übernahm BAT das Diktat über die Partie und gab es bis zum Ende nicht mehr her. Aus einer sicheren Defensive heraus wurde schnell nach vorne kombiniert und immer der direkteste Weg zum Hamburger Tor gesucht. Kratochvil (13.) und Hallbäck (15.) sorgten für die Führung zur ersten Pause, Keil (22.) und Inkinen (24.) legten direkt nach Wiederanpfiff nach. Auch vom Anschlusstreffer des ETV in der 29. Minute sowie einer 2-Minuten-Strafe gegen Niskanen kurz darauf ließ sich Berlin nicht aus der Ruhe bringen und nahm den Drei-Tore-Vorsprung mit in die zweite Unterbrechung. In der 47. Minute sorgte eine finnische Co-Produktion schließlich für die Vorentscheidung, als Inkinen nach einem schnellen Konter Linienkollege Niskanen mustergültig am langen Pfosten bediente. Heitmann mit einer sehenswerten Einzelaktion von der rechten Bande und Kratochvil nach einem Konter nur 30 Sekunden darauf (beides 52.) machten schließlich den Deckel drauf. Hamburg gelang gegen Ende mit zwei Treffern (57., 58.) nur noch Ergebniskosmetik.

Wir haben im wichtigsten Moment unsere beste Saisonleistung abgerufen. Das war sensationell“, freute sich Spielertrainer Timo Krohne über den Überraschungscoup seiner Mannschaft. Im Halbfinale wartet nun mit Titelverteidiger Weißenfels ein noch härterer Brocken auf Berlin. Spiel eins der Best-of-three Serie steigt schon nächsten Samstag (30. März), 18.30 Uhr, in Berlin. Der Austragungsort wird noch bekannt gegeben.

Statistik

MaXxPrint Floorball Bundesliga, Viertelfinale, Spiel 2, BAT Berlin – ETV Hamburg 3:5 (1:2, 0:1, 2:2): 0:1 (6., Kappel), 0:2 (10., Stüble), 1:2 (20., Kratochvil), 1:3 (39., Kasemets), 1:4 (49., Herrmann), 2:4 (50., Hallbäck), 3:4 (51., Pauser), 3:5 (60., Neumann).

MaXxPrint Floorball Bundesliga, Viertelfinale, Spiel 3, ETV Hamburg – BAT Berlin 3:7 (0:2, 1:2, 2:3): 0:1 (13., Kratochvil), 0:2 (15., Hallbäck), 0:3 (22., Keil), 0:4 (24., Inkinen), 1:4 (29., Tsiakas), 1:5 (47., Niskanen), 1:6 (52., Heitmann), 1:7 (52., Kratochvil), 2:7 (57., Kappel), 3:7 (58., Kasemets).

Foto: Andreas Schulz

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