BAT bekommt Lehrstunde in Sachen Effizienz

pic_bat-floo_01Im ersten Halbfinal-Spiel um die Deutsche Floorball-Meisterschaft unterliegen die Bundesliga-Herren dem Titelverteidiger UHC Weißenfels in eigener Halle 4:10. Die Hauptstädter ließen zu viele Chancen ungenutzt, währenddessen die Gäste vor allem in Überzahl und per Penalty eiskalt vollstreckten. Wie schon in den vorangegangenen Duellen der beiden Teams wurde es erst im Schlussdrittel eine deutliche Niederlage.

Als Sechster der Hauptrunde hatte BAT in 18 Spielen 29 Punkte weniger gesammelt als Qualifikationssieger Weißenfels. Zudem wurde der Titelverteidiger diese Saison noch nicht geschlagen. Entsprechend ging Berlin als deutlicher Außenseiter in die erste Halbfinal-Partie der Best-of-three Serie am Samstag Abend in der Seelenbinder-Halle. Doch allzu großer Respekt vor dem Gegner: Fehlanzeige. Nach gut zwei Minuten versenkte Pauser einen Freischlag zur Berliner Führung. Wenig später schlugen die Gäste zurück, als Ohlsson einen Penalty zum Ausgleich verwandelte (7.). Nach der erneuten Führung durch Inkinen (11.) drehte Weißenfels die Partie durch Treffer von Schlevoigt (16.) und Hoffmann (18.).

Das zweite Drittel startete mit einer Riesenchance für BAT-Center Hallbäck, der vorm leeren Tor stehend aber nur den Außenpfosten traf. Die Gäste zeigten sich abgebrühter und nutzten ihre erste Powerplay-Chance durch Herlt bereits 20 Sekunden nachdem die Strafe ausgesprochen wurde (35.). Doch auch Berlin kann Powerplay und so nagelte Brincil den Ball von der rechten Seite per Direktschuss zum 3:4-Anschluss in den Winkel (36.). Leider holte sich danach Hauser ebenfalls eine Zeitstrafe ab, die Hoffmann diesmal 27 Sekunden nach Ausspruch zum 3:5-Pausenstand nutzte (38.).

“40 Minuten mindestens ebenbürtig”

Ins Schlussdrittel ging es direkt mit einer Riesenchance für BAT-Flügel Keil, der am stark reagierenden UHC-Schlussmann Schauer scheiterte. Ein Fehlpass von Pauser in die Kelle von Hoffmann nutzte der UHC-Stürmer in der 49. Minute zum 3:6. Pauser trat vor Wut über das Missgeschick gegen die Bande und holte sich dafür eine 10-Minuten-Strafe, die von einer 2-Minuten-Strafe begleitet wird, ab. Diese nutzte Weißenfels zum nächsten Treffer, wieder war es Hoffmann (51.). Drei Minuten später ließ Kratochvil noch einmal Hoffnung aufkeimen, als er zum 4:7 abstaubte. Doch ein zweifelhafter Penalty-Pfiff nur elf Sekunden nach dem Tor erstickte die mögliche Aufholjagd im Keim. Zwirner ließ Nebe im BAT-Tor, wie zu Anfang des Spiels sein Kollege Ohlsson, keine Chance und stellte den Vier-Tore-Abstand wieder her. In der Folge machte Berlin auf, Weißenfels nutzte diese Räume zu zwei weiteren Treffern durch Bernieck (55.) und Hoffmann (56.).

Am Ende wurde es, wie schon in den beiden bisherigen Saisonduellen, erst im letzten Drittel deutlich. In der Ligaphase hatte Berlin daheim nach 40 Minuten 5:6 zurückgelegen – Endstand 5:10 –, auswärts stand es zu dem Zeitpunkt sogar 4:4 – Endstand 5:13. „Wir waren wieder über 40 Minuten ebenbürtig, wenn nicht sogar besser, haben es aber leider verpasst, uns entsprechend zu belohnen“, spielt Spielertrainer Timo Krohne auf die vielen vergebenen Chancen an. „Dafür hat uns Weißenfels heute eine Lehrstunde in Effizienz gegeben.“ Der Finaleinzug ist für BAT immer noch möglich: Für die Sensation braucht es nun aber gleich zwei Auswärtssiege am kommenden Wochenende in Weißenfels.

Statistik

MaXxPrint Floorball Bundesliga, Playoff-Halbfinale, Spiel eins: BAT – UHC Weißenfels 4:10 (2:3, 1:2, 1:5): 1:0 (3., Pauser), 1:1 (7., Ohlsson/ Penalty), 2:1 (11., Inkinen), 2:2 (16., Schlevoigt), 2:3 (18., Hoffmann), 2:4 (35., Herlt/ Ausschluss Engström), 3:4 (36., Brincil/ Ausschluss Erben), 3:5 (38., Hoffmann/ Ausschluss Hauser), 3:6 (49., Hoffmann), 3:7 (51., Hoffmann/ Ausschluss Pauser), 4:7 (54., Kratochvil), 4:8 (54., Zwirner/ Penalty), 4:9 (55., Bernieck), 4:10 (56., Hoffmann).

Foto: Hanna Skoog; noch mehr Impressionen gibts auf der BAT-Facebookseite

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