Große Moral bei Niederlage in Weißenfels

20141002_bat_uhc_rsAm 14. Spieltag kassierten die Bundesliga-Herren bei Spitzenreiter Weißenfels eine 5:9-Pleite und blieben damit erstmals seit dem 27. Oktober ohne Punkte. In der ersten Spielhälfte war BAT den Gastgebern unterlegen und lag folgerichtig in der 31. Minute 0:5 zurück. Doch ein Dreierschlag brachte die Hauptstädter in die Partie. Am Ende fehlten Kleinigkeiten.

Drei Wochen internationale Pause lagen zwischem dem letzten Auftritt BAT´s gegen Döbeln (8:1-Heimsieg) und dem Auswärtsspiel am Wochenende in Weißenfels. Verletzungen und berufliche Absenzen sorgten in der Zeit für eine nur mäßige Trainingsbeteiligung. Für das Spiel beim Spitzenreiter standen u.a. Brincil, Pauser, Hofdahl-Maltesen und Nebe nicht nur Verfügung.

Die Partie begann von beiden Seiten verhalten. BAT fand selten den Schlüssel für gelungene Offensivaktionen, stand hinten jedoch weitesgehend sicher und wusste in Felix Klein zudem einen gut aufgelegten Goalie im Rücken. In der 11. Minute gingen die Gastgeber in Führung: Aus einem Eckeneinschlag gelangte der Ball in den Slot, Henningsen ließ Klein aus Nahdistanz keine Chance.

Zwei individuelle Fehler in der 16. und 17. Minute nutzten Böttcher und Kuch für zwei weitere Weißenfelser Treffer. Mit dem 3:0 für die Gastgeber ging es ins zweite Drittel, wo sich das Bild zunächst nicht änderte. Zweimal fand ein Rückpass aus der Ecke in Richtung Mittellinie aufgerückte Weißenfelser Verteidiger: Zunächst Schlevoigt und dann Böttcher besorgten aus diesen Situation das 4:0 (25.) und 5:0 (31.).

Drei Tore in 35 Sekunden

BAT-Trainer Krohne hatte indes seine Reihen umgestellt, Brockmann und Heitmann im Sturm eingewechselt, Kuisma in die Verteidigung gezogen und Keil dafür auf den Center. Maßnahmen, die Wirkung zeigten. Vor allem Brockmann und Keil sorgten für Wirbel. Zunächst traf eben Brockmann mit einem schönen Volley zum 5:1, nur sieben Sekunden danach legte Keil das 5:2 nach. Als Heitmann dann nur 28 Sekunden später per Freischlag das 5:3 schoss, war Berlin zurück im Spiel. Das alles in der 16. Minute.

Kurz darauf verpasste Hallbäck in Überzahl die Riesenchance auf den Anschluss, als er nur den Pfosten des leeren Tores traf. Doch BAT nahm den Schwung der Aufholjagd mit in den Schlussabschnitt. Dort war es schließlich Keil, der in der 47. Minute tatsächlich auf 5:4 verkürzte. In der Folge erhielt Kuisma eine umstrittene Strafe, die der UHC zum 6:4 durch Böttcher ausnutzte (51.). Ein unorganisiertes Pressing konterten die Gastgeber weitere zwei Minuten später eiskalt aus und stellten durch Kittilä auf 7:4.

Spezialsituationen entscheiden Spiel

15 Sekunden nach diesem Treffer fand Hauser Hallbäck mit einem schönen Hochpass im Slot, der Schwede traf direkt – 7:5 (54.). Kurz darauf bekamen die Hauptstädter ihre zweite Überzahl, doch die Chancen, u.a. durch Witte, blieben ungenutzt. Wie es richtig geht, zeigten danach die Gastgeber. Urban musste für eine Nichtigkeit auf die Strafbank, Bernieck bedankte sich mit dem 8:5 (59.). Den Schlusspunkt setzte dann Kuch, der eine Bogenlampe nur noch ins Tor ablenken musste (60.).

Am Ende sorgten eine verschlafene erste Spielhälfte sowie eine schlechte Bilanz in den Spezialsituationen (0/2 Powerplay, 0/2 Boxplay) für eine nicht unverdiente 5:9-Niederlage. Es war das erste Mal seit dem 27. Oktober, dass BAT in der Liga ohne Punkte blieb. Dennoch macht die Leistung auch Mut für die anstehenden schweren Aufgaben: Die letzten vier Partien der Qualifikation steigen gegen Leipzig, Dresden, Wernigerode und Lilienthal – allesamt Mitkonkurrenten um die Playoff-Plätze. Aktuell ist BAT Vierter, ein Top3-Rang ist aber das Ziel.

Statistik
>UHC Weißenfels – BAT Berlin 9:5 (3:0, 2:3, 4:2)

Foto: BAT-Verteidiger Urban (li.) verfolgt UHC-Center Bernieck; by Rudolf Schuba, floorball-europe.com

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