BAT kassiert wieder späten K. o.

20142411_bat_devils_asZum Abschluss der Hinrunde erlebten die Bundesliga-Herren einmal mehr ein unangenehmes Deja-Vu. Wie schon gegen Kaufering, Hamburg und Bonn ging dem Team am Ende die Puste aus. So durfte Wernigerode drei Punkte aus der Hauptstadt entführen. BAT überwintert zwar auf einem Playoff-Platz, muss sich in der Rückrunde aber kräftig steigern.

Nach nur drei Siegen aus acht Spielen wollte Berlin mit einem Erfolgserlebnis in die 5-wöchige WM- und Winterpause gehen. Ein Sieg gegen Wernigerode wäre auch aufgrund der Tabellensituation Balsam für die Nerven der Hauptstädter gewesen: Doch nach der neuerlichen 6:9-Niederlage, gleichzeitig die höchste der bisherigen Saison, ist die Playoff-Qualifikation für BAT weiterhin in großer Gefahr.

Die Partie gegen den Zweiten aus Wernigerode begann ernüchternd: Löwenberg, Krupicka und Ibold (in Überzahl) besorgten die 3:0-Führung der Gäste. Im zweiten Drittel zeigte BAT jedoch seine spielerische Klasse und bewies Comeback-Qualitäten. Zweimal Brockmann und Witte glichen binnen 120 Sekunden zwischen der 22. und 24. Minute aus. Danach vergaben beide Teams zunächst gute Chancen, ehe Pittisjärvi nach einem Konter völlig blank vorm BAT-Tor auftauchte und via Zorro-Trick eiskalt vollendete (38.). Der an diesem Tag kaum zu haltende Brockmann besorgte aber den direkten Ausgleich (39.).

Im Schlussdrittel lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch. Führung Wernigerode (Kuittinen, 45.), Ausgleich Berlin (Heitmann, 47.), Führung Wernigerode (Eigentor, 49.), Ausgleich Berlin (Brincil, 50.). Leider verlor BAT in dieser Phase seine defensive Stabilität. Die Folge: Zweimal stand ein Wernigeroder Angreifer allein gelassen im Slot. Diese Chancen ließen sich Riechel (55.) und Pittisjärvi (57.) nicht entgehen und besorgten die späte Entscheidung. Der überragende Pittisjärvi (3+2) machte mit seinem Treffer ins leere Tor zum 6:9 den Deckel drauf (58.).

Damit muss BAT einmal mehr – wie schon gegen Hamburg, Kaufering und Bonn – einen späten K. o. hinnehmen. Folgerichtig rangiert das Team nach der Hinrunde mit nur zehn Punkten aus neun Partien auf Rang sechs – dem letzten Playoff-Rang. Die Verfolger lauern direkt dahinter: Bonn punktgleich, Chemnitz und Dresden nur einen Zähler zurück. Für die erneute Playoff-Qualifikation muss Berlin der Rückrunde in den engen Partien endlich einmal den längeren Atem beweisen und seine spielerischen Qualitäten auch in Punkte ummünzen.

>BAT Berlin – Red Devils Wernigerode 6:9 (0:3, 4:1, 2:5)

Foto: Spielertrainer Timo Krohne hat aktuell viel Klärungsbedarf; by Andreas Schulz

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