Vierter Sieg in Serie! BAT ringt Bonn nieder

20151502_BAT_asMit großem Kampf holt sich BAT den ersehnten Heimerfolg gegen Bonn. Ingesamt gewannen die Hauptstädter verdient 7:6, müssen sich aber den Vorwurf gefallen lassen, zu viele Geschenke verteilt zu haben. Diese nutzte der Aufsteiger eiskalt aus, am Ende verpasste er knapp die Verlängerung. Berlin ist dank des Sieges weiterhin Vierter.

5:6 nach Verlängerung hat Berlin das Hinspiel in Bonn verloren. Das Team um Spielertrainer Krohne war also gewarnt vor dem Aufsteiger und hatte zudem noch eine Rechnung offen. Die Gäste starteten jedoch wacher und agiler. Nur 20 Sekunden dauerte es, bis ein abgefälschter Schuss von Bonns Topscorer Janos Bröker die Dragons in Front brachte. Witte glich aus (4.), Bröker stellte per Konter zum 1:2 (7.). Erneut antwortete BAT durch Witte (8.). Berlin dominierte nun und wurde vor der Pause mit einem Doppelschlag von Heitmann und Brockmann belohnt (17., 19.). Bonn blieb aber dran und nutzte seine wenigen Chancen weiter eiskalt: Per Abpraller erzielte wieder Bröker den Anschluss (19.).

Damit waren in einem Drittel bereits mehr Tore gefallen als im gesamten letzten BAT-Spiel (4:2 in Kaufering). Im zweiten Abschnitt verlegten sich beide Teams folglich mehr aufs Verteidigen. Erst in der 32. Minute das nächste Tor: Brockmann erhöhte nach schönem Pass von Vaicis in Überzahl auf 5:3. Doch die Dragons blieben dran. Wieder einmal war es ein Abpraller, bei dem ein Bonner schneller schaltete als die BAT-Defensive (39., Ackermann). Im Schlussdrittel wollte BAT den knappen Vorsprung eigentlich halten, sah sich aber nur drei Minuten nach Wiederanpfiff in Rückstand. Ein Fehler in der Zuteilung und ein weiterer im Aufbauspiel luden Aydin (42.) und Pletziger (44.) dazu ein, die Partie auf 5:6 zu drehen.

BAT zeigt große Moral im Schlussdrittel

Nun war Moral gefragt und BAT zeigte sie. Friberg, der immer wieder verschiedene Positionen in den zwei Linien ausfüllte, wurde von Nass perfekt im Slot bedient – 6:6 (48.). Danach zeigte Klein, der den glücklosen Nebe nach dem ersten Drittel im Tor abgelöst hatte, zwei bärenstarke Paraden. In der Folge kam der Ball an der rechten Bande zu BAT-Topscorer Brockmann. Der schoss aus der Drehung aufs Tor. Dem Bonner Keeper war durch viel Verkehr im Slot die Sicht eingeschränkt, sodass der Ball über seiner Schulter zum 7:6 einschlug. Berlin hatte die Partie gedreht und verteidigte nun mit viel Ballbesitz den Vorsprung. Leider blieben einige Chancen zur Vorentscheidung liegen, sodass Bonn noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich bekam. Ein Abschluss fand sogar den Weg ins BAT-Netz. Allerdings erklang schon bei Schussabgabe die Schlusssirene, sodass die Referees den Treffer zurecht nicht zählten.

“Hier müssen wir cleverer werden”, monierte Trainer Timo Krohne nach dem Spiel. Der Gegner dürfe ihn dieser Situation niemals mehr im Slot zum Abschluss kommen. Insgesamt attestierte er seinem Team aber einen verdienten Sieg. Dieser hätte aufgrund von fünf Pfosten- bzw. Lattentreffern (Bonn hatte einen Pfostenschuss) und einem klaren Chancenplus auch deutlicher ausfallen können. Am Ende ist es aber egal: Dank der drei Punkte durch den vierten Sieg am Stück behauptet BAT Rang vier und hat nun schon sieben Punkte Vorsprung auf einen Playdown-Platz.

>BAT Berlin – SSF Dragons Bonn 7:6 (4:3, 1:1, 2:2)

Foto: Andreas Schulz

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