Blackout kostet Sprung auf Rang drei

20151502_BAT_asIn Chemnitz verliert BAT am vorletzten Spieltag der Hauptrunde äußerst unnötig 4:7. Bis kurz vor Ende lagen die Hauptstädter bei den Floor Fighters dank eines überragenden Brincil vorn. Dann aber konterten die Gastgeber zweimal eiskalt und drehten in einer Minute die Partie. Für Berlin ist damit der Zug Richtung dritter Platz wohl abgefahren.

Es war das erwartet enge Duell zwischen dem Vierten Berlin und dem Fünften Chemnitz. Für die Floor Fighters ging es darum, die Playoffs endgültig klar zu machen. Berlin hatte dagegen die Chance, an Leipzig vorbei auf Platz drei zu springen. Bei einer möglichen Halbfinalqualifikation würde man dann wohl Weißenfels aus dem Weg gehen. Soweit zur Ausgangslage: Das Spiel selbst begann mit einem BAT-Aussetzer, den Rosenthal nach nur 46 Sekunden zur Führung nutzte. Danach entwickelte sich aber eine ausgeglichene Partie. Brincil gelang per Abstauber in der 17. Minute das 1:1. Anfang des 2. Drittels war es erneut Brincil, der per Doppelschlag (26. / Powerplay, 28.) Berlin mit zwei Toren in Front brachte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte BAT die Partie im Griff, kassierte jedoch kurz danach den unnötigen Anschluss durch Hamann (29.). Eine einstudierte Ecken-Variante der Floor Fighters verschlief die Berliner Abwehr zu Beginn des Schlussdrittels – Irrgang bedankte sich mit dem 3:3 (42.). Die passende Antwort fand Brincil mit seinem vierten Treffer an diesem Tag (44.). In der Folge blieb eine Überzahl ungenutzt, doch Berlin schien die drei Punkte entführen zu können. In der 58. Minute aber Ballverlust im Aufbau, kurze Verwirrung in der Defensive beim Zuteilen: Rosenthal mutterseelenallein am langen Pfosten – 4:4.

Nun kippte die Partie unnötigerweise: Eine Minute später spielte Berlin in der Chemnitzer Hälfte einen schlechten Pass in den Slot. Den fing Irrgang ab und passte genau zwischen die aufgerückten Defender durch auf Rosenthal. Der ließ Klein keine Chance und traf zum 5:4 (59.). Symptomatisch für diese Schlussphase: Zweimal verlor BAT in der Folge im 6 gegen 5 den Ball, beide Male traf  Rosenthal, nicht genügend bedrängt, ins leere Tor. So gewann Chemnitz am Ende 7:4 und schob sich an BAT vorbei auf Rang vier. Für Berlin hingegen ist die Chance auf Platz drei auf ein Minimum gesunken. BAT wird wohl als Fünfter in die Playoffs gehen und dort im Viertelfinale entweder erneut auf Chemnitz treffen oder Vizemeister Leipzig herausfordern.

>Floor Fighters Chemnitz – BAT Berlin 7:4 (1:1, 1:2, 5:1)

Foto: Andreas Schulz

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