BAT steht im Halbfinale!

20153003_nass_kratochvilMit zwei Siegen binnen 24 Stunden beendet BAT die Viertelfinalserie gegen Chemnitz auf dem kürzesten Weg. Es war ein Duell auf Augenhöhe. Die Floor Fighters verlangten Berlin alles ab. Während die Hauptstädter in der ersten Partie leicht dominierten, benötigten sie am Sonntag das nötige Quäntchen Glück zum Halbfinal-Einzug.

Zweimal waren es Zentimeter, die entschieden. Samstag Abend, Max-Schmeling-Halle: Chemnitz drückt beim Stand von 3:4 mit sechs Mann auf den Ausgleich, das Gäste-Tor ist verwaist. Ein Befreiungsschlag rollt in Richtung Chemnitzer Hälfte, Berlins Marek Brincil jagt dem Ball hinterher. Zeitgleich mit dem Chemnitzer Defender ist er dran und schlägt den Ball im Fallen ins leere Gehäuse der Floor Fighters. Das 5:3 sieben Sekunden vor Ende war die Entscheidung in Spiel eins.

Am Sonntag waren die Rollen vertauscht: Berlin kämpfte mit sechs Mann um den Ausgleich, Chemnitz führte vor 250 Zuschauern (darunter 10 sehr lautstarke Berliner Anhänger) 5:4. Ein Ball trudelt aus der Chemnitzer Hälfte. Sebastian Saariokari und ein Angreifer der Floor Fighters laufen zum Ball. Der finnische Routinier ist knapp eher dran und spielt nochmal an die rechte Bande zu Henk Nass. Weil keine Zeit bleibt, fackelt dieser nicht lange und trifft mit einem Sonntagsschuss in den kurzen Winkel – der Ausgleich, zehn Sekunden vor Ende.

In der Verlängerung fand ein Einschlag aus der Ecke Jan Kratochvil. Der zog von ähnlicher Stelle wie zuvor Teamkollege Nass einfach mal ab. Ein Chemnitzer Defender will vorm Tor mit dem Bein blocken, gibt dem Ball aber eine ungeahnte Flugbahn. Über FFC-Goalie Aromaa, dem die Sicht verdeckt ist, trudelt der Ball an den Pfosten und ins Tor. Der Treffer zum Halbfinale für Berlin – ein ganz krummes Ding. “Wir haben heute unser Glück erzwungen”, sagt Trainer Timo Krohne zu dieser Szene. Tatsächlich sah er seine Mannschaft zwei Drittel besser, im letzten Abschnitt schien Chemnitz BAT aber den Zahn gezogen zu haben. Mit toller Moral und dank Nass und Kratochvil kippte Berlin die verloren geglaubte Partie noch.

“Keiner, wirklich keiner wollte am Ostersamstag zu einem dritten Spiel nach Chemnitz fahren”, ergänzt Krohne, der zu diesem Termin aufgrund anderer Verpflichtungen hätte passen müssen. Den Grundstein zum Weiterkommen hatte sein Team bereits am Samstag gelegt. Beim 5:3-Sieg in der Schmeling-Halle hatte BAT defensiv wohl seine beste Saisonleistung gezeigt und kaum Chancen zugelassen. Die Krönung war dann der emotionale Overtime-Sieg am Sonntag. Weil Kaufering – Sechster der Vorrunde – im zweiten Viertelfinale überraschend Vizemeister Leipzig – den Dritten der Vorrunde – eliminierte, darf BAT im Halbfinale gegen Wernigerode statt Weißenfels ran.

Die erste Partie gegen die Red Devils findet am 11. April, 18.30 Uhr, in der Schmeling-Halle statt. “Wir wollen die positive Energie von diesem Wochenende mit in die Serie gegen Wernigerode nehmen”, sagt Krohne. Dort sei sein Team zwar klarer Außenseiter. “Möglich ist aber alles”, so der Trainer. Für BAT ist es nach 2013 übrigens die zweite Halbfinal-Teilnahme in den letzten drei Spielzeiten.

>BAT Berlin – Floor Fighters Chemnitz 5:3
>Floor Fighters Chemnitz – BAT Berlin 5:6 n. V.

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