BAT verliert erstes Halbfinale in Overtime

20151204_bat_etv_asEine 7:4-Führung im Schlussdrittel reichte nicht. Im ersten Halbfinalspiel gegen Wernigerode unterlag BAT am Wochenende mit 7:8 im Sudden Death. Ein toller Kampf und ein fantastischer Felix Klein im Tor waren zu wenig – zu oft leistete man sich defensive Nachlässigkeiten. Um doch noch ins Finale einzuziehen, braucht das Team nun zwei Auswärtssiege bei den Red Devils.

20 Punkte mehr als Berlin hatte Wernigerode in der Hauptrunde geholt und war direkt ins Halbfinale eingezogen. Dazu gingen die beiden bisherigen Saisonduelle jeweils an die Red Devils. Die Favoritenrolle vor dem ersten Halbfinale am Samstag lag damit klar bei den Gästen im Harz. Allerdings hatte sich BAT in der Viertelfinalserie gegen Chemnitz Selbstvertrauen geholt. Und so ging das Team auch ins Spiel: Nass, Vaicis und zweimal Brincil sorgten für eine klare 4:1-Führung. Doch Wernigerode steckte nicht auf. Zwei Tore binnen 20 Sekunden brachten die Gäste ran – 4:3 nach dem ersten Drittel.

Im zweiten Abschnitt stellten der starke Brockmann und Saariokari auf 6:3. Nach einem Berliner Fehlpass im eigenen Slot kam Wernigerode zu seinem vierten Treffer. Dabei blieb es nach 40 Minuten. Gleich nach Anpfiff des Schlussdrittels ließ Brockmann die 185 Zuschauer in der Schmeling-Halle erneut jubeln – 7:4. Es sollte jedoch der letzte Berliner Treffer bleiben. Wernigerode drückte nun massiv und Berlin bekam zunehmend Probleme mit Wernigerodes erster Reihe. Obwohl Klein bravourös parierte, kamen die Gäste Treffer zum Treffer heran und glichen schließlich in der 52. Minute zum 7:7 aus.

Danach fing sich BAT. Beide Mannschaften riskierten nicht mehr alles, sodass es in die Overtime ging. Dort kam der KO überraschend schnell. Nach nur 58 Sekunden überwand Wernigerodes Topscorer Piittisjärvi mit einem Schuss durch vier Defender-Beine Goalie Klein und entschied damit das erste Halbfinale für die Gäste.

Berlin überzeugte durch tollen Kampf und blitzsaubere Konter, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, mehrfach Drei-Tore-Führungen aus der Hand gegeben zu haben. Zudem leistete man sich defensiv zu viele Unzulänglichkeiten. Dennoch hat die Partie gezeigt, dass die Red Devils schlagbar sind. Um ins Finale einzuziehen, muss Berlin das kommendes Wochenende gleich doppelt unter Beweis stellen. Am Samstag und – in einem möglichen dritten Spiel – am Sonntag. Jeweils in Wernigerode.

>BAT Berlin – Red Devils Wernigerode 7:8 SD (4:3, 2:1, 1:3, 0:1)

Foto: Andreas Schulz

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