Trotz Niederlage – BAT in den Playoffs!

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Mit Rumpfkader angetreten verliert BAT bei Meister Weißenfels erwartet deutlich, kann aber dennoch die vorzeitige Playoff-Qualifikation feiern.

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel bei Liga-Dominator Weißenfels waren alles andere als gut. Nur neun Feldspieler (einschließlich Trainer Timo Krohne) waren am Ostersamstag präsent. Dazu kamen die Goalies Klein und Nebe, wobei Nebe sich das Feldspieler-Trikot überwarf, um seinen Mitspielern im Notfall kurze Durchschnaufpausen ermöglichen zu können.

Der Meister brachte dagegen drei gleichwertige Reihen auf´s Spielfeld und setzte BAT von Anfang an unter Druck. Die Folge waren lockere 85 Prozent Ballbesitz für den Favoriten. BAT verteidigte aber sehr eng, blockte viel und setzte, wenn die Kraft nach dem langen Abwehrkampf noch dafür reichte, nach Ballgewinnen nadelstichartige Konter.

Nach dem ersten Drittel führte Weißenfels mit 6:0 – Grund für die sehr klare Führung waren drei schwächere Berliner Minuten kurz vor der Pause, die der Meister vor 200 Zuschauern zu schnellen drei Toren von 3:0 auf 6:0 nutzte. Im zweiten und dritten Drittel vermied BAT solche Schwächephasen. Da den neun stark kämpfenden Spielern auch die Luft nie ganz ausging, gelangen dem UHC in den verbleibenden 40 Minuten nur sechs weitere Treffer. Saariokari und Savolainen brachten BAT auch mit zwei Toren auf das Spielprotokoll, sodass letztlich ein in der Höhe gerechtes 2:12 zu Buche stand. Der MDR hat einen Beitrag zu der Partie produziert (Link hier).

Auch wenn die Niederlage mit zehn Toren Differenz ausfiel: BAT schlug sich mit Rumpfkader besser als im Hinspiel (4:15) und ebenfalls besser als ein Großteil der anderen Weißenfelser Gegner diese Saison. Daran erinnerte auch Kapitän Fabio Witte bei der abschließenden Ansprache an die Zuschauer und hatte die Lacher auf seiner Seite als er sagte: “Wir waren heute besser als der Durchschnitt.”

Wichtiger noch als diese statistischen Feinheiten war eine andere Sache: BAT ist dank Wernigeroder Schützenhilfe schon vor dem letzten Spieltag für die Playoffs qualifiziert. Denn Verfolger Hamburger verlor bei den Red Devils 4:12 und hat nicht nur drei Punkte weniger als Berlin, sondern auch ein um 52 Tore schlechteres Torverhältnis. Da sollte für BAT am letzten Spieltag in Chemnitz nichts anbrennen. In den Playoffs wird das Team auf den MFBC, Kaufering oder Wernigerode treffen.

>UHC Weißenfels – BAT Berlin 12:2 (6:0, 3:1, 3:1)

Text: Tom Nebe, Foto: Screenshot MDR

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