BAT verliert Playoff-Auftakt gegen Leipzig

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Mit 4:5 verliert BAT Berlin das erste Viertelfinalspiel gegen den MFBC Leipzig.

Das erste Viertelfinalspiel in der Max-Schmeling-Halle wurde die erwartet enge Partie. Kurz zur Ausgangslage: Beide Mannschaften hatten in der Hauptrunde je eines der Direktduelle gewonnen, am Ende trennten Berlin und Leipzig zwei Punkte in der Tabelle. BAT war Fünfter, der MFBC Vierter.

Die ersten Minuten des Spiels waren zerfahren. BAT war im eigenen Slot zu passiv und kassierte innerhalb von zehn Minuten zwei Treffer. Dazwischen gelang kurz der Ausgleich, als Saariokari Nass sehenswert freispielte und der aus einem Meter keine Mühe hatte. Nach diesem Offensivfeuerwerk zu Beginn entwickelte sich eine defensiv geprägte Partie. Es blieb bis zur Pause beim 1:2.

Im zweiten Drittel war Berlin am Drücker. Witte foppte mit einer schönen Bewegung an der Bande den Gegenspieler, danach spielte er einen schnellen Doppelpass mit Saariokari und glich per Direktschuss aus. Kurz darauf war es Saariokari selbst, der die Partie für BAT drehte. Es passte nun zum Spiel, dass auch die erste Unterzahl schadlos überstanden wurde – Führung zur zweiten Pause.

Leipzig war im Schlussdrittel zunächst die bessere Mannschaft und bekam das nächste Powerplay zugesprochen. Bei einer Befreiung ersprintete MFBC-Goalie Schmidt einen Ball vor dem heranstürmenden Keil und kickte das Spielgerät weg – allerdings flach und nicht weit genug. Saariokari reagierte schnell, fing den Ball an der Mittellinie ab und schlenzte ihn sehenswert ins leere Leipziger Tor.

>Bildergalerie zum Spiel von Bella Klein

Leider gab diese 4:2-Führung BAT keine Sicherheit. Ein schneller Konter des MFBC brachte den Gästen den Anschluss. Danach traf Nass nur den Pfosten. Fast im Gegenzug würgten die Leipziger, die nun konsequent die Bälle vor das Tor brachten, einen Ball im Slot zum Ausgleich rein. Nur 22 Sekunden später gelang ihnen das erneut, fast eine Kopie des Ausgleichs führte zum 5:4 für den MFBC.

BAT fand danach keine Antwort mehr. So verlor das Team 4:5. In einer engen Partie hätten es wohl beide Teams verdient gehabt, den Sieg zu holen. Insofern ging der Erfolg auch für die Gäste in Ordnung. BAT spielte defensiv über weite Strecken stark, ließ aber in den entscheidenden Momenten die Konsequenz im eigenen Slot vermissen und wurde hart dafür bestraft.

Um die Serie noch zu drehen, muss unter anderem an dieser Baustelle gearbeitet werden. Für das Erreichen des Halbfinales braucht Berlin jetzt zwei Siege in Leipzig. Den ersten soll es kommenden Samstag, 19 Uhr, geben. Den zweiten am Tag darauf um 13 Uhr.

>BAT Berlin – MFBC Leipzig 4:5 (1:2, 2:0, 1:3)

Text: Tom Nebe, Foto: Bella Klein

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