Overtime-Sieg gegen Hamburg, Niederlage in Weißenfels

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Gemischtes Wochenende für BAT: Zunächst erkämpft BAT mit Moral zwei Punkte gegen Hamburg, dann verliert das Team deutlich in Weißenfels.

Gegen den ETV Hamburg am Samstag war Berlin die fehlende Trainingswoche anzumerken – wegen Ferien und Reinigungsarbeiten war die Trainingshalle geschlossen gewesen. Die drei Reihen spielten unkonzentriert und ohne die richtige Körperspannung. Logische Folge: Hamburg war besser und führte nach zwei Dritteln nicht unverdient mit 2:1. Im letzten Drittel warf Spielertrainer Jan Kratochvil die Linien deshalb noch einmal komplett um und packte die offensivstärksten Kräfte in eine Formation – das zahlte sich aus. BAT drehte das Spiel dank Lukas Brockmann, der mit insgesamt vier Toren in dieser Partie überragte.

Doch die zwischenzeitlichen 3:2- und 4:3-Führungen im Schlussabschnitt reichten nicht. Zweimal holte BAT den ETV mit Ballverlusten in der eigenen Hälfte ins Spiel zurück. Hamburg nutzte diese Einladungen eiskalt, sodass es beim Stand von 4:4 in die Overtime ging. Dort schnappte sich nach gut drei Minuten Fredrik Azelius den Ball. Der Schwede hatte, mitunter doppelt in Manndeckung genommen, in diesem Spiel keinen leichten Stand. Diesmal aber entwischte er seinen Bewachern und traf – mit etwas Glück – zum 5:4. Sportfanat.de war mit einem Reporterteam vor Ort – ihre Video-Zusammenfassung der Partie gibt es hier:

Durch den doppelten Punktgewinn gegen Hamburg fuhr BAT am Sonntag als Tabellenzweiter zum Spitzenreiter aus Weißenfels. Mit zwei Formationen startete Berlin ins Spiel. Mit einer starken Defensive hielt das Team die Partie lange offen. 1:2 stand es nach dem ersten Drittel, das Berliner Tor machte Topscorer Fredrik Azelius. Im zweiten Drittel folgte die stärkste Berliner Phase – nach dem 1:3 trafen erneut Azelius und Tim Lemke zum 3:3.

In der Folge legte Weißenfels erneut vor. BAT bekam kurz darauf aber die Chance, im Powerplay den Ausgleich zu machen. Allerdings kreierte das Team kaum Chancen und, schlimmer noch, kassierte kurz vor Ablauf der Strafe das 3:5 – im Nachhinein war das der Knackpunkt der Partie. Weißenfels nutzte nun die Berliner Unsicherheit und doppelte zum 3:7 nach. Im Schlussdrittel lieferte BAT eine Abwehrschlacht, Weißenfels hatte nun sehr viel Ballbesitz. Daraus schlugen sie kurz vor Spielende mit zwei Toren noch Kapitel. Das Endergebnis lautete damit 3:9.

Unterm Strich war es dennoch ein ordentliches Wochenende für BAT. Zunächst mit Moral noch zwei wichtige Punkte geholt, dann die Partie gegen den Spitzenreiter lange offen gestaltet – darauf lässt sich aufbauen. Gegen Kaufering soll nun zum Abschluss der Vorrunde in drei Wochen noch ein Sieg her. Bisher liegt BAT im engen Playoff-Rennen gut auf Kurs.

>BAT Berlin – ETV Hamburg 5:4 n.V. (1:1, 0:1, 3:2, 1:0)

>UHC Weißenfels – BAT Berlin 9:3 (2:1, 5:2, 2:0)

Text: Tom Nebe, Foto: Stephan Janz