BAT patzt gegen Red Devils

Es war der erste echte Härtetest des neuen Jahres – und BAT schien nicht bereit dafür. Gegen die Red Devils Wernigerode liegen die Gastgeber nach den ersten 20 Minuten 0:4 in Rückstand. Im zweiten Abschnitt wehrt sich das Team gegen die Niederlage, knickt im Schlussabschnitt aber wieder ein.

Nach klaren Siegen gegen Chemnitz in der Liga (11:3) und Bremen im Pokal-Viertelfinale (auch 11:3) geriet BAT gegen Wernigerode früh durch einen umstrittenen Treffer – moniert wurde Hoher Stock – in Rückstand. Kurz darauf schlugen zwei BAT-Verteidiger an einem harmlosen Kullerball vorbei. Der dahinter lauernde Red-Devils-Stürmer schaltete schneller als Berlins Goalie – 0:2. Es wurde noch schlimmer: Ein weiterer umstrittener Treffer – der Ball war aus Sicht Berlins nicht über der Linie – brachte das 0:3, ein Red-Devils-Konter kurz vor Pausenpfiff das 0:4.

Die Ansprache in der Kabine war eindringlich und deutlich. Nach dem schlechtesten Drittel der bisherigen Saison (Verteidiger Juraj Urban zog sich außerdem einen Bänderriss zu) waren alle Spieler gefordert, ihre Leistung zu steigern. Das gelang. BAT stand nun sicher in der Defensive und kam vorne zu mehr Chancen. Verdient brachten Kratochvil (ebenfalls mit recht hohem Stock), Brincil und Azelius die Gastgeber auf 3:4 heran. Mitten in die Euphorie trafen die Red Devils kurz vor dem Pausenpfiff mit einem sehenswerten Konter zum fünften Mal.

Den Schwung aus dem zweiten Drittel ließ BAT im Schlussabschnitt erneut vermissen. Wernigerode machte nicht mehr als nötig, legte aber dennoch drei weitere Treffer nach. Mit der 3:8-Niederlage muss BAT wieder einen kleinen Rückschlag im Playoff-Kampf verkraften, liegt aber weiter gut im Rennen um die begehrten ersten sechs Tabellenplätze. Dennoch wird sich das Team bis zu den nächsten Spielen in zwei Wochen zusammenraufen müssen. Mit dem MFBC wartet dann der nächste Playoff-Konkurrent und schwere Gegner auf die Hauptstädter.

Eine gute Nachricht kam an diesem Tag aus Dessau: Die Auslosung für das final4 brachte BAT im Halbfinale den Sieger der Partie SC DHfK Leipzig gegen DJK Holzbüttgen. Gegen beide Zweitligisten geht BAT als klarer Favorit ins Spiel und hat große Chancen auf das zweite Pokalfinale nach 2009. Im anderen Halbfinale werden sich mit Weißenfels und Lilienthal, die beiden aktuell besten Teams der 1. Bundesliga messen.

Foto: Stephan Janz