Feuertaufe leitet neue Saison ein

Alles bleibt anders beim Bundesliga-Team der Berlin Rockets. Nach einer eher schwachen Saison, will die Mannschaft wieder Boden gut machen. Unter besonderen Bedingungen. Am Samstag kommt gleich der Rekordmeister zu Besuch. ZuschauerInnen sind willkommen.

Gewiss hatte man sich eine erfolgreichere erste Saison unter neuem Namen wünschen können als die vergangene. 2019 wurden aus BAT die Rockets, Gelb färbte in Blau über und die Bundesliga-Mannschaft zog zurück in ihren Kiez. Doch während der neue Verein florierte, die Mitgliederzahl zum erstem Mal sogar die 300 Seelen überschritt, kam das Herren-Team nur schwer in Fahrt.

Am Ende war den Hauptstädtern nur ein Platz am unteren Ende der Tabelle geblieben. Doch statt in Relegationsspielen um den Klassenerhalt zu kämpfen oder beim Final4 doch noch eine Überraschung aus dem Hut zu zaubern, endete das Jahr früher als gedacht. Corona ließ den Verband die Liga frühzeitig abbrechen. Absteiger gab es keine, dafür mit Schenefeld und dem SC DHfK Leipzig zwei Aufsteiger in einen auf 12 Teams erweiterten Wettbewerb. Das Final4 in der Berliner Max-Schmeling-Halle wurde um ein Jahr verschoben.

Zuzüge gab es bislang keine, nur einige wenige Abgänge. Schmerzen tut besonders der Abschied von Nationalspieler Tim Lemke, der in die Schweiz wechselte. Auch Flügelflitzer Max Ramlow verließ das Team in Richtung Ausland, nach Schweden. Paul Grau läuft wieder für Bonn auf. Auf die Spielertrainer-Position kehrt dafür zumindest temporär Jan Kratochvil zurück. Nach seinem Rückzug im Sommer 2019 wechselten sich drei Nachfolger als Head Coach ab. Der 36-Jährige übernimmt die Aufgabe aber nur bis ein adäquater Ersatz gefunden ist. Er wird unterstützt von Athletik-Coach Heike Jaeckel und den Assistenz-Trainern Andreas Svensson und Ray Kalytta.

Obwohl das Team auf besondere Verstärkungen bislang also verzichten musste, ist Kratochvil optimistisch: „Die Mannschaft ist deutlich besser als es die Ergebnisse der vergangenen Saison angedeutet hatten. Wir müssen einfach besser mit unseren Stärken und Schwächen umgehen. Dann haben wir eine Chance, uns im Mittelfeld zu etablieren und vielleicht sogar um die Playoffs mitzumischen.“

Eine Feuertaufe steht am kommenden Samstag an. Bundesliga-Spieltag eins. Der UHC Weißenfels, titelhungrig und mit finnischen Neuzugängen aufgerüstet, gibt sich die Ehre. Berlin wird noch mit einigen gesundheitsbedingten Ausfällen klarkommen müssen. „Eigentlich ist das der beste Auftakt, den man sich wünschen kann“, sagt Kratochvil. „Du kannst nur positiv überraschen. Oder lernen.“

Die Partie findet ab 17 Uhr in der Lilli-Henoch-Sporthalle (Pallasstraße 15, Schöneberg) statt. ZuschauerInnen sind erlaubt, müssen aber unter anderem eine Maske tragen, Abstände einhalten und sich am Eingang in eine entsprechende Liste eintragen. Der Eintritt ist frei.