Über Floorball

Floorball gilt als die schnellste Teamsportart der Welt. Geboren in den USA und weiterentwickelt in Schweden, wächst diese junge spezielle Hockey-Variante extrem schnell - auch in Deutschland und ganz besonders in Berlin und Brandenburg.

Jubel des Teams nach Spielende

Sieg im Pokal-Wettbewerb


Die Damen entscheiden ihr erstes Pokalspiel seit vier Jahren in der Verlängerung für sich.

Nach mehreren Jahren Pause starten die Rockets-Damen in der Saison 2025/26 wieder im Pokalwettbewerb von Floorball Deutschland und trafen im ersten Spiel auf Blau-Weiß 96 Schenefeld. Die Schleswig-Holsteinerinnen spielen in der Regionalliga Nord-Nordwest, während die Rockets-Damen in der Regionalliga vom Floorball Verband Berlin-Brandenburg antreten.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams ist schon lange her, daher konnten die Berlinerinnen schwer einschätzen, was sie erwartet. Sturmtief Elli hat die Austragung des Spieltags am zweiten Januar-Wochenende verhindert. Glücklicherweise konnte das Team aus Schenefeld kurzfristig einen Ersatztermin organisieren. So ging es am 24. Januar für die Berlinerinnen mit 13 Feldspielerinnen, Trainerin Katharina und Goalie Marta in den Norden, wo sie herzlich vom Gästeteam empfangen wurden.

Spiel auf Augenhöhe

Das Spiel ging gleich mit Chancen auf beiden Seiten los. Die Passgenauigkeit war noch nicht optimal, dennoch machten die Rockets gut Druck und verursachten so in der 11. Spielminute ein Eigentor der Gegnerinnen. Manon Winkler erhöhte gegen Ende des ersten Drittels auf 2:0.

Auch im zweiten Drittel starteten die Rockets konzentriert und standen gut in der Verteidigung. Christina Schröder erzielte mit einem schönen Solo das 3:0 für die Rockets. Nach einem Stockschlag spielten die Berlinerinnen in Unterzahl. Diese konnten sie sogar nutzen, um auf 4:0 zu erhöhen. Wiederum Manon Winkler nach Vorlage von Filippa Deibel erzielten den Treffer.

Tief im letzten Drittel

Im letzten Drittel wurde dann vieles anders. Die Konzentration ließ nach und somit gab es viele Lücken in der Verteidigung. Schenefeld schoss nach 30 Sekunden das 4:1, zwei Minuten später das 4:2. Trainerin Katharina nahm eine Auszeit, nach der sich das Spiel etwas beruhigte. Aber die vielen Schenefelder in der Halle machten ordentlich Stimmung in der Halle. Sie feuerten ihr Team lautstark an und sahen viele Chancen für die Norddeutschen. Die Rockets kassierten zwei weitere Zeitstrafen wegen Stockschlag und bekamen in der Unterzahl die Gegentreffer 3 und 4. Somit stand es 4:4 kurz vor Schluss der regulären Spielzeit. Das Momentum lag nach 60 Minuten daher eindeutig bei Schenefeld.

Happy End für die Rockets

In der Verlängerung mit Sudden Death erlöste Christina Schröder die Rockets dann aber bereits nach 50 Sekunden und netzte zum 5:4 Endstand ein. Dadurch ziehen die Berlin Rockets in das Viertelfinale des Pokalwettbewerbs ein. Für die Rockets Damen war es ein toller Auftakt im Wettbewerb. Die Partie wurde fair geführt, die Schenefelder:innen waren sehr gastfreundlich und die Stimmung in der Halle durchgängig positiv.

Erfreulich ist, dass ein weiteres Damen-Team aus Berlin in das Viertelfinale des FD Pokals einzieht. Das Bundesligateam FBBU gewann 5:4 gegen die ETV Lady Piranhhas Hamburg. Die Runde der letzten 8 Teams besteht aus sechs Bundesligisten und zwei Regionalligateams.

Die nächste Runde des Pokalwettbewerbs findet bereits am 14./15.2. statt. Dann wartet ein schwerer Gegner auf die Rockets Damen: der MFBC Leipzig. Die Spielerinnen haben in der vergangenen Saison den Pokal und den Meistertitel gewonnen und führen aktuell die Bundesligatabelle an. Die Berlinerinnen freuen sich dennoch über die Möglichkeit weitere Großfelderfahrungen zu sammeln. Gespielt wird vermutlich am 15.2. in der Havellandhalle in Berlin. Zuschauer:innen sind herzlich willkommen!

Foto: Anja Werner