Über Floorball

Floorball gilt als die schnellste Teamsportart der Welt. Geboren in den USA, entwickelt in Schweden, entwickelt sich dieser junge spezielle Hockey-Variante extrem schnell auch in Deutschland, ganz besonders in Berlin und Brandenburg.

Von der DM zurück auf Los

Die letzte Saison beendeten die Damen sensationell auf dem 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Kleinfeld. Nun steht dem Team ein Umbruch bevor.

In der ersten Spielzeit nach Corona war das Hauptziel der Damen, wieder in den regulären Spielbetrieb reinzukommen und durch die Spiele die eigenen Erfahrungswerte wieder aufzufrischen. Für die Kleinfeld-Playoffs wollten sie sich qualifizieren. Dass das Team die SBK Ost dann sogar als Siegerinnen beenden und sich damit für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte, setzte der guten Saison das Sahnehäubchen auf. Mit Platz 5 blicken die Damen insgesamt auf eine gelungene Saison zurück.

Coronageschwächt zur Deutschen Meisterschaft

Das absolute Saison-Highlight war die Kleinfeld Deutsche Meisterschaft am 2. und 3. Juli in Bremen. Coronageschwächt, aber nicht minder motiviert, fuhren die Damen in die Hansestadt. In der Gruppenphase warteten neben dem Heimteam, dem TV Eiche Horn Bremen, die TSG Erlensee sowie der SSV Heidenau auf die Berlinerinnen. Die Rockets Damen starteten allerdings auf dem falschen Fuß ins Turnier. Deutlich unter Wert und viel zu hoch verloren sie das Auftaktspiel gegen die Bremerinnen, die kommende Saison in der Damen Bundesliga starten. Auch gegen Erlensee war kein Sieg drin: Zwar hatten die Rockets die größeren Spielanteile, konnten den Ball aber nicht oft genug im gegnerischen Tor unterbringen. Gegen die aus der Liga bekannten Spielerinnen aus Heidenau bestätigten die Rockets den Saisonverlauf und qualifizierten sich damit am Sonntag lediglich für das Spiel um Platz fünf.

Fünfbestes Kleinfeld Team in Deutschland

Wie schon 2016 in Hamburg trafen die Rockets Damen im Spiel um Platz fünf auf die Floor Fighters aus Chemnitz. In einem umkämpften, fairen Spiel bestätigten die Rockets erneut ihren Platz in der Liga Ost und beendeten die Deutsche Meisterschaft auf Platz 5. Damit konnte die lange Saison trotz coronabedingter Einbußen einen erfolgreichen Abschluss finden. Verabschieden musste das Damenteam mit diesem letzten Spiel sich dann nicht nur von der Hansestadt, sondern auch von der langjährigen Spielerin und Trainerin der U15-/U17-Juniorinnen Nandini, welche es zurück in ihre Heimat Schweden zieht. Wir wünschen ihr alles Gute!

Mit jüngerem Kader Spielerinnen ausbilden

Für die kommende Saison steht das Ziel die Jugendspielerinnen, die aus der U17 hochwachsen, gut in das Team und den Kleinfeld-Spielbetrieb zu integrieren. In einer Dreifach-Runde der SBK Ost erhalten alle Spielerinnen die Möglichkeit viel Spielerfahrung zu sammeln und sich in einem regulären Spielbetrieb auf ausgeglichenem Spielniveau zu messen sowie spielerisch zu entwickeln. Neben Chemnitz, Heidenau, Dresden und Halle/Landsberg stellt auch der USV Jena wieder ein Team. Das Kleinfeld ist der einzige Spielbetrieb, an dem die Rockets Damen kommende Saison teilnehmen werden. Die Coaches sehen in der Liga Ost eine Chance, die Nachwuchsspielerinnen ohne Leistungsdruck auszubilden und ihnen Spielfreude zu vermitteln.

Viele Jahre schon fördern die Rockets aktiv den Damen- und Mädchensport. Da es in FloorballBB jedoch keine weiteren Juniorinnen- oder Damenteams und somit auch keine entsprechende Liga gibt, müssen sowohl das Damen- als auch die Juniorinnenteams immer mit einem gewissen Aufwand in andere Bundesländer fahren, um am Spielbetrieb teilzunehmen. Alternativ können sie regional in den Herren- und Juniorenligen mitspielen. Ab der kommenden Saison fördert der Landesverband FloorballBB ein Damen Bundesligateam, um den Spielerinnen Großfeld Spielerfahrung zu bieten. Neben zwei Stammspielerinnen sind in dem neuen Bundesligateam insgesamt sieben Spielerinnen vertreten, die letzte Saison noch im Pokal für die Rockets lizenziert waren. Man erhofft sich auch bei den Rockets, dass mit diesem Impuls der Damensport in der Region langfristig gefördert wird.

Fotos: Raimund Teetz

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