Über Floorball

Floorball gilt als die schnellste Teamsportart der Welt. Geboren in den USA und weiterentwickelt in Schweden, wächst diese junge spezielle Hockey-Variante extrem schnell - auch in Deutschland und ganz besonders in Berlin und Brandenburg.

Berlin gewinnt Torfestival gegen Aufsteiger

In einem ungewöhnlich torreichen Spiel besiegte Floorball-Bundesligist BAT Berlin die Unihockey Igels Dresden mit 15:10. Beide Teams lieferten sich über die gesamten 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch: Berlin konnte meist vorlegen, der Aufsteiger aus Sachsen fand jedoch immer eine Antwort. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. „Das war heute ein Sechs-Punkte-Sieg“, meinte Routinier Marek Brincil.

Vor der Partie hatte Kapitän Jan Kratochvil vor der offensiven Qualität und vor allem der Konterstärke Dresdens gewarnt. Ebenso bekannt war allerdings auch die Schwäche der Gäste-Abwehr. Und diese nutzten die Berliner über die gesamte Partie eiskalt aus, erzielten 15 Tore. Schon in der 2. Minute eröffnete Inkinen, der mit insgesamt fünf Treffern und einer Vorlage der überragende Akteur auf dem Feld war, den Torreigen. Es entwickelte sich ein für die Zuschauer sehr attraktiver, für die beiden Trainer jedoch sicher nervtötender Schlagabtausch, da auch Dresden seine Angriffsstärke demonstrierte. Berlin legte immer vor, Dresden zog nach, kam jedoch nur einmal im gesamten Spiel zum Ausgleich, als Horak, einer von drei starken Tschechien-Legionären der Gäste, in der 24. Minute das 4:4 schoss. Vom Bully-Punkt weg forcierte Nass jedoch direkt einen Angriff und Buß, der wie Defender Hauser mit drei Toren glänzte, stellte nur fünf Sekunden nach dem Ausgleich die erneute BAT-Führung her. Diese gab Berlin bis zum Ende nicht mehr her, auch wenn Dresden zehn Minuten vor Schluss durch zwei Powerplay-Tore noch einmal gefährlich knapp auf 8:9 herankam. „Danach hat meine Mannschaft aber wirklich Moral bewiesen und so verhindert, dass das Spiel kippt“, beschrieb Spielertrainer Timo Krohne diese entscheidende Phase des Spiels. Zwei Tore von Kratochvil sowie Treffer von Nass, Inkinen und Hauser in der Schlussminute sorgten unterm Strich für einen recht deutlichen Sieg, dem jedoch eine enge und zerfahrene Partie vorangegangen war. Damit zieht Berlin in der Tabelle an Dresden vorbei und liegt nun auf Rang fünf. „Das war heute ein Sechs-Punkte-Sieg“, resümierte Marek Brincil.

BA Tempelhof Berlin – Unihockey Igels Dresden 15:10 (4:3, 4:3, 7:4). Tore: 1:0 (2., Inkinen), 1:1 (4., Schuschwary), 2:1 (10., Keil), 3:1 (10., Hauser), 3:2 (12., Konik), 4:2 (14., Hauser), 4:3 (17., Hauser), 4:4 (24., Horak), 5:4 (24., Buß), 6:4 (27., Inkinen), 6:5 (28., Hulic), 7:5 (28., Krohne), 8:5 (31., Buß), 8:6 (35., Hulic), 9:6 (42., Buß), 9:7 (49., Konik), 9:8 (50., Schramm), 10:8 (52., Kratochvil), 10:9 (53., Schuschwary), 11:9 (54., Kratochvil), 12:9 (58., Inkinen), 12:10 (59., Konik), 13:10 (60., Nass), 14:10 (60., Inkinen), 15:10 (60., Hauser). Für BAT spielten: Tom Nebe (T, 0+1), Felix Klein (T), Jan Kratochvil (2+2), Alex Kluge, Henk Nass (1+0), Timo Krohne (1+0), Niels Hauser (3+0), Marvin Buß (3+0), Christian Keil (2+2), Ray Kalytta, Tim Hahmann, Marco Erfurth, Kai Inkinen (5+1), Sebastian Piegert, Helge Heitmann, Marek Brincil (0+1).

Foto: Stephan Rösner

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