Klassenerhalt gesichert! Rockets liefern mit Offensivspektakel
Die Berlin Rockets haben es geschafft: Mit einem eindrucksvollen 12:9-Heimsieg gegen den SC Potsdam sichern sie sich den Klassenerhalt und entscheiden die Best-of-3-Serie bereits im zweiten Spiel. Nachdem die Berliner schon das Hinspiel in Potsdam für sich entscheiden konnten, stand Potsdam am Samstag, den 04.04., unter Zugzwang – doch die Rockets hatten die passende Antwort.
Frühe Führung und schnelle Wendung
Das erste Drittel begann mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Doch es dauerte einen Moment, bis das erste Tor fiel – dann aber gleich mit großer Bedeutung. Tim Sigmund, bereits im Hinspiel erfolgreich, verwandelte einen Penalty souverän zur 1:0-Führung, nachdem ein Potsdamer Spieler den Ball im Schutzraum gespielt hatte. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Innerhalb kürzester Zeit drehten Potsdamer Nieminen und Ex-Rockets-Spieler Makkonen die Partie. Mit einem 1:2-Rückstand ging es für die Berliner somit in die erste Pause.
Potsdamer Druck – und die perfekte Antwort der Rockets
Das zweite Drittel begann denkbar ungünstig für die Gastgeber. Innerhalb von weniger als zwei Minuten erhöhte Potsdam auf 1:4. Die Verunsicherung war sowohl auf dem Feld als auch auf den Rängen spürbar. Doch das Team von Headcoach Petr Malina bewies eindrucksvoll Moral. Zwischen der 8. und 14. Minute zündeten die Rockets ein wahres Offensivfeuerwerk: Wolff, Laube, Brosius, Jordan und Weyrauch drehten das Spiel komplett – aus einem 1:4 wurde ein 6:4. Die Havelland-Halle verwandelte sich in ein Tollhaus mit Osterstimmung. Auch eine Auszeit der Potsdamer konnte den Lauf nicht stoppen. Domenick Rothgang erhöhte nach Vorlage von Anton Weyrauch auf 7:4. Kurz vor Drittelende verkürzte Jere Hironen noch auf 5:7.
Entscheidung im Schlussdrittel
Auch im letzten Drittel blieb das Spiel torreich. Leon Schweiger stellte zunächst auf 8:5, ehe Potsdam erneut verkürzen konnte. Doch die Berliner Defensive zeigte sich stabil – selbst eine doppelte Unterzahl überstanden die Rockets ohne Gegentor, wie bereits im Hinspiel. Ein besonderes Highlight folgte wenig später: Jakob Schnaithmann traf mit seinem ersten Saisontor und stellte die Drei-Tore-Führung wieder her. Wolff und Schweiger legten nach und erhöhten auf 11:8. Doch noch war das Spiel nicht vorbei. Drei Minuten vor Schluss setzte Potsdam noch einmal alles auf eine Karte und nahm den Goalie raus, um auf dem Feld einen Spieler mehr zu haben. Doch da machte Vincent Jordan mit einem Treffer ins leere Tor alles klar. Der späte Treffer der Potsdamer zum 12:9-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik.
Emotionale Schlussphase schon vor dem Abpfiff
Noch vor dem Schlusspfiff wurde es emotional in der Havelland-Halle: Nach dem Treffer zum 12:9 nahm Rockets-Trainer Malina eine Auszeit – jedoch nicht aus taktischen Gründen. Stattdessen schickte er drei verdiente Spieler für ihre letzten Sekunden aufs Feld. Jami Savolainen, Marten Bonk und Kapitän Frederik Bonk bestritten damit die letzten Momente ihrer Floorball-Karriere. Unter dem Applaus der Fans konnten sie die letzten Sekunden gemeinsam auf dem Feld genießen – ein besonderer und würdiger Abschied nach vielen erfolgreichen Jahren im Trikot der Rockets. Herzlichen Dank für euren Einsatz 💙🩷🚀

Danke an die Fans – und ab in die Sommerpause
Ein großer Anteil am Erfolg gebührt auch den Fans: Die Stimmung in der Havelland-Halle war überragend und trug das Team durch schwierige Phasen des Spiels. Mit dem gesicherten Klassenerhalt endet eine intensive Saison für die Berlin Rockets erfolgreich. Jetzt heißt es: durchatmen, regenerieren und die wohlverdiente Sommerpause genießen.
Fotos: B. Weyrauch
