Missglücktes Heimspiel

Am letzten Samstag empfingen die Rockets am 8. Spieltag der Floorball Bundesliga die Herren von BW Schenefeld. Nach einem Traumstart geriet der Motor jedoch ins Stocken und die Rockets ließen wichtige Punkte liegen.

Nach dem internationalen Wochenende hieß es für die Rockets ersteinmal wieder in die Routine zu kommen. Vincent Jordan und Anton Weyrauch warenn mit dem deutschen Herren Nationalteam gegen die finnische U23 im Einsatz, während Alain Gafner im österreichischen Nationalteam aktiv war. Eemil Laube spielte mit den U19 Herren die traditionellen Spiele gegen die dänische Nationalauswahl und Malte Weber traf mit den U17 Herren auf das dänische U17 Nationalteam. Die folgende Trainingswoche verlief jedoch holprig und mit Kapitän Tim Siegmund fiel eine wichtige Stütze für das Spiel gegen Schenefeld aus. Dennoch gingen die Rockets optimistisch in das Spiel.

top Start

Die Berlin Rockets legten im ersten Drittel einen Blitzstart hin und zeigten gleich im ersten Wechsel ihre Klasse. Vincent Jordan traf mit einem wunderschönen Schuss nach 48 Sekunden zum 1:0! Auch das nächste Tor ließ nicht lange auf sich warten: Anton Weyrauch erzielte auf Vorlage von Eemil Laube das 2:0. Doch das Spiel war damit noch lange nicht gewonnen.Die Schenefelder verkürzten zum 2:1. Die Berliner reagierten jedoch prompt und Arttu Äijälä assistierte Jakub Matula zum 3:1. Doch die Schenefelder waren in Hochform und schossen kurze Zeit später erneut den Anschlusstreffer. Dann fiel der Ausglich. Matula spielte sich jedoch direkt wieder frei und stellte den 1-Tor-Vorsprung der Rockets wieder her. Leider gelang es den Berlinern nicht, die Führung mit in die Drittelpause nehmen, denn 15 Sekunden vor der ersten Sirene glichen die Gäste zum 4:4 aus.

Treibstoff aus

Im zweiten Drittel lief es nicht rund. Die Defensive der Rockets ließ den Gegnern zu viel Platz und oft waren die Berliner einen Schritt zu spät. Die Schenefelder wussten das gut zu nutzen. Sie erspielten sich die erste Führung und nur 30 Sekunden später stand es schon 4:6. Vincent Jordan verkürzte zwar zum 5:6, doch nur eine Minute später legten die Schenefelder wieder nach. Noch einmal schafften die Rockets durch Matula den Anschlusstreffer, damit war jedoch für dieses Spiel das Scoringpotenzial nahezu aufgebraucht. Trotz deutlich mehr Abschlüssen, wie es die neue Schussstatistik im Saisonmanager zeigt, wollte der Ball einfach nicht im Schenefelder Tor landen. Im Gegenzug trafen erneut die Gäste zum 6:8 und dann zum 6:9. Leon Schweiger setzte in der zwölften Spielminute des Drittels mit dem 7:10 noch einmal ein Lebenszeichen für die Rockets. Danach passierte nicht mehr viel. Im letzten Drittel kam Leander Wittig für Maciej Jastrebski ins Berliner Tor. Kurz vor Spielende versuchten die Rockets mit dem 6 gegen 5 die Tore aufzuholen, kassierten dann jedoch ein Empty-Net-Tor. Somit verloren die Rockets das Spiel 7:12.

Nach den erfolgreichen letzten Wochen war das Ergebnis für die Rockets natürlich enttäuschend. „Wir haben das Spiel offensichtlich zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Gerade in den Zweikämpfen waren wir nicht bereit genug. Schenefeld hat das konsequent ausgenutzt und uns deutlich unsere Grenzen aufgezeigt“, resümiert Anton Weyrauch. Dennoch zieht er auch Positives aus dem Spiel, „aus dem wir die richtigen Schlüsse ziehen müssen. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Jetzt gilt es, den Fokus wieder voll auf die kommenden Aufgaben zu richten“. Für die Rockets heißt es nach vorne zu schauen und vollen Fokus auf das Pokalspiel gegen Potsdam am 01.11. zu legen.

Foto: B. Weyrauch